Big Brother, Big Fail.

Big Brother ist watching you: In diesem Fall ein Piraten-Abgeordneter.
Big Brother ist watching you: In diesem Fall ein Piraten-Abgeordneter.

Der Wahlkampf ist im vollen Gange. Oder er nimmt gerade Fahrt auf. Oder er wird nie anfangen. Man weiss es jedenfalls nicht so ganz genau. Zumindest wurde der Piraten-Partei ein Kern-Thema wie Internet-Überwachung versus freies Internet auf dem Silber-Tablett serviert. In den Umfragen hat sich das bis jetzt marginal ausgewirkt: Viele Institute sehen die Piraten momentan bei etwa 3% bis 4%. Hierzu auch Partei-Chef Bernd Schlömer:  http://www.n-tv.de/politik/Schloemer-Wir-buendeln-den-Unmut-article11048331.html. Es wäre also wirklich nicht ganz ausgeschlossen, dass es im nächsten Bundestag Abgeordnete gibt, die irgendwie komisch aussehen.

Jetzt hängt seit kurzem ein “Big Brother” Motiv als Groß-Plakat in Berlin. Es ist weder im korrekten Corporate Design der Kampagne, noch macht die Aussage des Plakats Sinn. Man sieht dort den Berliner Abgeordneten Gerwald C. Brunner unter der Headline: “Big Brother is watching you.” Herr Brunner ist ein extrem großer und breiter Mann. Bedeutet dies nun, dass Gerwald C. Brunner nun persönlich den Überwacher spielt? Zwar wird durch die daneben stehenden Sätze die Absicht klar: Natürlich ist man gegen Überwachung und Ausspähung, nur macht die visuelle Verbindung eines Piraten-Politikers (der dazu noch sehr groß ist) mit der Zeile keinen Sinn. Denn die meisten Betrachter (die Gerwald C. Brunner wahrscheinlich gar nicht kennen), werden in ihm den Big Brother sehen, der sie überwacht. Aber das darf doch nun wirklich nicht die Absicht sein.

Die Frage ist wirklich, wie so ein Plakat zustande kommen kann? Es widerspricht kommunikativ allen Grundsätzen: Bring dich selbst nie mit einer negativen Aussage in Verbindung. Gerade als Politiker, der dazu noch als Direkt-Kandidat antritt. Zudem gibt es sehr gute Motive gegen die Internet-Überwachung, wie das mit Angela Merkel, die statt einem Kopf, eine Überwachungskamera auf den Schultern trägt. Daher wirkt so eine schlecht durchdachte Solo-Nummer meiner Meinung nach noch kontra-produktiver.

Wir stehen zwischen 3-4% und können den Einzug in den Bundestag schaffen. Aber vielleicht machen es sich einige lieber in einer 2% Partei gemütlich und schimpfen dann auf “die da oben”. Ist ja auch einfacher, als wirklich was ändern zu können. Oder so.

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10 thoughts on “Big Brother, Big Fail.”

  1. Mimimi, rumkritisieren und heulen wenn andere mal einfach machen. Mit eurer Gartenzwergmentalität kommt man noch weniger auf den grünen Zweig.
    Entgegen deiner Behauptung ist das Plakat durchaus konform zur CI der restlichen Plakate(Achja die ich übrigens selber bezahle, macht insgesamt so neben anderen Zeug 8ooo € Spende für den LV Berlin, wieviel € hast du dennn dem LV oder der Partei insgesamt dieses jahr gespendet? ). Wenn ich gewartet hätte bis von euch was kommt hätten wir August 2015 oder so. Und nicht ihr heulsusen entscheidet sondern die Wähler im bezirk und die sehen primär den Satz; “gegen Überwachung und Ausspähung!”

    1. Zu „Mimimi, rumkritisieren und heulen wenn andere mal einfach machen.“

      99% der Bilder auf http://wirstellendasmalinfrage.tumblr.com/ sind von Alf Frommer erdacht. Diese erfreuen Bundesweit Piratinnen und Piraten, die sie selber für ihren Online Wahlkampf nutzen. Die ohne cc mussten wir leider runternehmen, das waren nochmal soviele.

      Die Motive werden ausserdem vom offiziellen Facebook und Twitter Account genutzt. Man kann sagen: Der Alf macht jeden Tag ein Plakatmotiv.

      Und da diese Motive tagtäglich einer viel größeren Öffentlichkeit ausgesetzt sind als du, gibt es da natürlich auch Kritik. Aber gar nicht mal soviel. Warum – weil er das ganz gut macht.

      Ich finde, dem Alf kann man auch einfach mal zuhören, wenn er was kritisiert. Persönlich ist er in dem Post ganz sicher nicht geworden.

      Viele Grüße
      Christophe

    2. Ich hatte pünktlich zu der im Ticket angegebene Deadline geliefert. Du wolltest Leute parallel für dich arbeiten lassen. Den Inhalt von Direktkandidatenplakaten bewerte ich nicht, die müssen selber wissen was sie tun.

  2. Die Wähler sehen zu allererst einen Menschen über dem steht: “Big Brother is watching you” – ist das eine Drohung? Das Plakat ist von Kommunikations-Aspekt daneben.

    Zudem würde ich dich bitten, ein wenig auf die Netiquette zu achten: Heute hast du mich als:

    1. Arschloch
    2. Heulsuse
    3. Gartenzwerg mit CDU Mentalität und
    4. Schiffsschaukelbremser

    bezeichnet. Keine Ahnung, wer dir so ein Benehmen beigebracht hat, aber dies ist eines Abgeordneten des Landes Berlin in keiner Weise würdig und angemessen. Darüber hinaus wirkt es nicht nur vulgär, sondern unsouverän.

  3. Keine Aktion ohne Reaktion sollte grade dir bewusst sein da du ja hinreichend massiv provoziert hast und dich dann wunderst das es feedback gibt.
    Hör einfach auf über mich in dieser ehrabschneidenden Form herzuziehen dann hab ich auch keinen Grund dich zu beschimpfen.

  4. Was ist daran ehrabschneidend, wenn ich sage, dass dieses Plakat absolut missverstanden werden kann. Nichts ist daran geht dir an die Ehre, es ist eine einfache Kritik, die jeder – zumal wenn er als Abgeordneter eine exponierte Position in der Gesellschaft hat – aushalten kann bzw. muss.

    Meine Kritik erlaubt es dir in keiner Weise mich mehrfach und teilweise weit jenseits der Gürtellinie zu beleidigen. In meinen Augen zeigt so ein Verhalten, dass du geistig nicht in der Lage wärest das Amt eines (Bundestags)abgeordneten zu bekleiden.
    Sorry.

  5. Zum Glück wird sowas immer noch demokratisch von einer Mehrheit der Bevölkerung entschieden wer geeignet ist und wer nicht. Wäre etwas finster wenn es zB nach deiner bisher geäußerten Meinung geht.

  6. Tja. Zumindest beleidige ich Menschen mit unterschiedlicher Meinung nicht permanent – ist meines Erachtens eine der Grundregeln der Demokratie: Andere Meinungen ertragen können und den Menschen mit dieser Meinung Respekt entgegen bringen. Dieser Respekt fehlt dir.

  7. Diese höchst charakteristische Mischung aus chronischer Besserwisserei, Kritikunfähigkeit und sozialer Inkompetenz, die in dieser Partei offensichtlich zum guten Ton gehört, durfte ich verschiedentlich genießen. Wer so bemüht ist, sich Sympathien zu verscherzen, den möchte man ja auch nicht enttäuschen.

  8. Mag ja alles sein, aber warum muss so etwas öffentlich via Blogpost ausgetragen werden? Hätte da nicht eine E-Mail besser getan?

    Im Übrigen: Die Bundeskampagne (wenn man überhaupt von einer Kampagne sprechen kann) ist jetzt auch nicht gerade so toll, dass hier ein Schwadronieren von “kommunikativen Grundsätzen” angebracht ist. Die Bundesplakate funktionieren (auch) nicht.

    Lasst uns diese Sache mal lieber nach der Wahl in Ruhe aufarbeiten, anstatt uns gegenseitig im Wahlkampf zu kritisieren.

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