Wir sind Papst. Gewesen.

Heute trat der unzurücktretbare zurück: Papst Benedikt XVI. Bekannt wurde er vielen Menschen in diesem Lande durch die launige BILD-Schlagzeile: Wir sind Papst. Viele fanden schon 2005, dass seine Wahl ein Kardinalfehler war. Manche von ihnen bekommen heute sehr wahrscheinlich recht.

 

Mit heute 85 Jahren zieht sich der ehemalige Kardinal Ratzinger vom Stuhl des Vatikans zurück und geht in den wohlverdienten Ruhestand. Vor dem Konklave in Rom, wollen wir einige mögliche Nachfolger von Benedikt XVI. vorstellen:

 

Thomas Gottschalk (Show-Papst): Er wäre perfekt, weil er auch den größten Mist non-chalant wegmoderieren könnte: Verweigerung der ‚Pille danach’ trotz Vergewaltigung, sexuellerMissbrauch von Zöglingen oder Haribo als Hoflieferant des Vatikan – er würde alles lächelnd den Menschen erklären. Als Goldbärchen I. macht er nicht nur Kinder froh (aber nicht so wie früher…) sondern Eltern ebenso. In mit 100.000 Gläubigen gefüllten Stadien würde er seine alte Stadionrock-Hymne „What happened to Rock ‚n Roll“ intonieren und damit beweisen, dass die katholische Kirche nicht nur Kirchen, sondern ganze Stadien leer spielen kann. Es zeigt allen Christen: auch die Kirche kann sich steigern.

 

 

Erste Maßnahme: Papstbann über Markus Lanz

Erste Auslandsreise: Vatikan

Papstname: Goldbärchen I.

 

Marcel Reich Ranicki (Literaturkritik-Papst): Als Papst Faust der Vierte (Nach Faust I., II. und III.) würde er allen Kirchen-Kritikern die Leviten lesen. Und zwar richtig.

 

 

Erste Maßnahme: Abschaffung des deutschen Fernsehpreises per Dekret

Erste Auslandsreise: Fantasialand

Papstname: Faust IV.

 

Kai Diekmann (Wir sind Papst-Papst): Jetzt muss mal der Boss ran: Gott. Denn alle anderen sind Luschen und kriegen sowieso nichts auf die Reihe. Papst Gott A – der ehemalige Chefredakteur Kai Diekmann – wird der erste Chef des Vatikans sein, dem seine Tiara auch bei stärksten Wind nicht vom Kopf weht: dem ultrastarken Haargel sei Gott sei dank. Päpstliche Bullen werden bald sehr knapp ausfallen und vor allem aus RIESENGROßEN ÜBERSCHRIFTEN bestehen. Zum Beispiel wie „Ostzonen Pille danach macht Krebs!“ oder „Besoffen am Steuer: Margot, mach kein Käß, Mann!“. Unabhängig und übernatürlich, wie er nun mal ist, knöpft sich Papst Gott A nach dem Rundfunkbeitrag, die Kirchensteuer vor. Bis der Unfehlbare merkt, dass er einen Fehler gemacht hat. Um die Stimmung in der Kirche zu retten, postet er auf Twitter zum Karfreitag den alten Witz: „Wie nannte man Ostern in der DDR? Western!“

 

Erste Maßnahme: BILD als unfehlbar einstufen

Erste Auslandsreise: „DDR“

Papstname: Gott A

 

Alice Schwarzer (Die Päpstin): Warum nicht mal ein Schwarzer als Papst? Vor allem, wenn er dann noch eine Frau ist. Im Business nennt man so was: Win-Win Situation. Päpstin Emma I. rief natürlich nach ihrer Wahl aus: Habemus Mama! Als erstes würde sie den Laden total umkrempeln: Statt der Vertuschung des sexuellen Missbrauch, steht nun die Vertuschung des sexuellen Missbrauchs auf der Agenda – aber eben in weiblicher Form. In einer ihrer ersten Amtshandlung wird der Vatikan in Mamikan umbenannt, zudem wird das Zölibat abgeschafft und Frauen als Priester zugelassen.

 

Erste Maßnahme: Päpstliche Bullin zur Frauenquote in der Konklave

Erste Auslandsreise: Ihrland

Päpstinname: Emma I.

 

Pep Guardiola (Trainer-Papst): Schon beim FC Barcelona hatte er eine Messi nach der anderen gelesen. Nun will er als Papst Tiki-Taka der erste die Vatikan-Auswahl auf Vordermann bringen. „Ich habe schon als Trainer alle Stadien dieser Welt gefüllt, warum soll mir das als Papst nicht gelingen?“ Zudem wird Tiki-Taka I. als bestangezogener Papst aller Zeiten in die Weltgeschichte eingehen.

 

Erste Maßnahme: Bällebad in allen Kirchen

Erste Auslandsreise: Bayern (München)

Papstname: Tiki-Taka I.

 

Harald Glöööööckler (Mode-Papst): Papst Karl XXS. wird auf jeden Fall der am schlechtesten angezogene Papst aller Zeiten werden. Bibel TV wird gleich am Anfang seines Pontifikats zu einem Verkaufssender umgemodelt. Hier wird Karl XXS. neben übergewichtigen Frauen stehen und betonen, wie figurunbetont seine von ihm designten Talare sind. Er wird sich für die Homo-Ehe einsetzen und überrascht feststellen, wie viele katholische Pfarrer plötzlich verheiratet sind.

 

Erste Maßnahme: Abschaffung der Frauenkleidergrößen über 44

Erste Auslandsreise: Ööööööööööööööööööösterreich

Papstname: Karl XXS.

 

Peter Scholl Latour (Islam-Papst): Die Aussöhnung der großen Weltreligionen ist das Ziel von Papst Mohammed I.: „Das Schwert des Islams ist furchtbar noch, dass habe ich erst bei einer meiner letzten Reisen am Hindukusch erleben müssen.“ Als er nach wenigen Wochen feststellen muss, dass sich der Islam nicht einfach so schlucken lässt, ruft er zu einem Kreuzzug via Fox News auf. Begeisterte US-Amerikaner machen sich auf den Weg nach Byzanz, bis sie feststellen müssen, dass dies kein Kaff in Wyoming ist, sondern eine Weltmetropole irgendwo da draußen, außerhalb der Zivilisation. Einer Zivilisation ohne youporn, Chips mit Hot-Dog Geschmack und Oprah Winfrey.

 

Erste Maßnahme: Kreuzzug

Erste Auslandsreise: Osmanisches Reich

Papstname: Mohammed I.

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