8 SPD Kanzlerkandidaten, die gewinnen könnten.

Hannelore Kraft kennt ihn schon. Wir nicht. Den kommenden SPD-Kanzlerkandidaten. Dieser wird in einem offenen Prozess von allen Mitgliedern der Sozialdemokratie gewählt. Denn so geht moderne Parteiendemokratie. Wir wagen einen Blick ins Hinterzimmer der SPD und orakeln, wer 2017 gegen die Bundeskanzlerin verliert.

Til Schweiger

Vorteil: Er würde selbst dann Klartext reden, wenn er wie gewohnt nuschelt. Er wäre ein Vorzeige-Kanzler, der ein Vorzeige-Ergebnis fast garantieren würde. Außenminister wäre wieder Fischer (Helene) und das Kanzleramt würde zu einem Tatort werden: hier wird nicht gequasselt, sondern gemacht! Bäm, bäm, bäm: schneller als Trump würden Gesetze verabschiedet. Und die AfD müsste flüchten: über eine Vorzeige-Route nach 1937. Mit ihm wäre die SPD wieder auf der Gewinnerstraße: in einem Mercedes SL Cabrio (Hybrid).

Wahlkampfslogan: Mehr Kerl statt Merkel.

Vorzeige-Ergebnis: 38% (wie Jack Daniels)

Angela Merkel

Vorteil: Sie bringt jede Menge Erfahrung als Kanzlerin mit und hätte den Amts-Bonus. Davon träumen SPD-Politiker seit Jahren. Außerdem verkörpert sie wie keine andere sozialdemokratische Werte. Und nicht zu vergessen: anders, als führende Sozis, hat sie nie entschieden Hartz-4 einzuführen – mehr sozial geht nicht. Chaos-Gabriel kann sie gut managen und Leute wie Schulz verspeist sie zum kontinentalen Frühstück. Ergo: Gegen Merkel hätte die CDU keine Chance.

Wahlkampfslogan: Keine Experimente. Außer an AfD-Mitgliedern.

Koalitions-Partner: Alle

Ergebnis: 36,2%

Jan Böhmermann

Vorteil: Jan Böhmermann hätte sogar eine Chance, wenn er als Sigmar Gabriel antreten würde – und das will was heißen. Er macht aus jedem Korruptionssumpf Gold, ob in Berlin oder in Wowereit im Winkl. Er ist ein mediales Schwergewicht und ganz dick vernetzt – zwar nicht in SPD Ortsvereinen, aber dafür im Internet und darauf kommt es heute an. Er kann Kampagne und wäre unter Merkel der beste Witze-Kanzler aller Zeiten. Und: er hätte mehr Follower, als die SPD Mitglieder.

Wahlkampfslogan: Egal, Hauptsache mit Hashtag.

Koalitionspartner: Deutsche Dendemann Partei, Die Beisenherzer, Benny Hillary Clinton, Die 5 Fallon Bewegung

Ergebnis: 1.567.321%

Sarah und Pietro

Vorteil: Über keinen Kandidaten würde die BILD mehr berichten. Auch RTL2 wäre mit „Sarah und Pietro auf Wahlkampftour“, „Sarah und Pietro im Hinterzimmer (kein Sex)“ oder „Sarah und Pietro gründen die ‚Sarah und Pietro Partei Deutschlands’ (SPD)“. Zwar haben beide noch nie so einen langen Text gelesen, wie das Parteiprogramm, aber irgendwo muss man ja anfangen. Wahlkampfmanager Dieter Bohlen würde für Bodenständigkeit sorgen und den passenden Wahlkampf-Hit schreiben. Und wer weiß? Am Ende sind die beiden vielleicht wieder vereint – wie jetzt Helmut und Loki. Himmlisch!

Koalitions-Partner: RTL2, BILD

Ergebnis: 122% (die haben das mit der Demokratie noch nicht verstanden)

Horror-Clown

Vorteil: Wenn schon einen Horror-Clown wie Gabriel, dann doch lieber das Original. Er macht Gerechtigkeit und Hartz Fear ganz groß zu seinem Wahlkampfthema. Sein Vorteil: er kann in ganz Deutschland urplötzlich an sehr vielen Stellen auftauchen und Wahlkampfreden halten. Mit seinen Spots terrorisiert er die TV-Sender mehr als alle Berliner Runden bisher zusammen. In Duell gegen Merkel hat er sofort die Pappnase auf – passend zu allen anderen SPD-Kandidaten. Und wenn er verliert, kann er gleich einen Lobby-Posten bei Monsanto einnehmen. Mehr Horror geht nicht.

Wahlkampfslogan: Ängste Beziehungen zu Europa.

Koalitions-Partner: AfD, Trump, Front National (HORROR!!!)

Ergebnis: Freitag der 13% (HORROR!)

Mindestklon Willy Brandt

Vorteil: Die SPD-Mitglieder (Durchschnitts-Alter 65,3 Jahre) wissen, was sie bekommen. Mindestklon Brandt wird die Wiedervereinigung mit der DDR weiter vorantreiben. Mit seiner Sozialpolitik überzeugt er die Millionen in Gewerkschaften organisierten Arbeiter und deren Hausfrauen, die abends das Essen auf den Tisch stellen. Er führt als erste Amtshandlung den Mindestklon ein. So können die Arbeiter zuhause bleiben, während ihr Mindestklon malochen geht. Und wenn sie arbeitslos werden, kassieren beide doppelt ab. Mehr Sozialpolitik war noch nie bei der SPD.

Wahlkampfslogan: Mindestklon für alle!

Koalitionspartner: Genscher

Ergebnis: genau wie 1972

Kim Jong Un

 Vorteil: Er kann nicht verlieren. Genau wie Gabriel. Oder fast wie Gabriel. Er nennt sich das Flakgeschütz der Demokratie und wie aus der Pistole geschossen kommen auch seine Argumente. Er holt mehr Prozente als die CSU in 2 Landtagswahlen. Er ist jung und raucht fast genau soviel wie Helmut Schmidt – und ist auch fast genauso demokratisch wie er. Er wäre die Führerfigur, die die SPD so dringend braucht, seitdem Rudolf Scharping lieber radelt und Lafontaine einen auf Salon-Konterrevolutionär macht. Er würde Deutschland wieder zur Atommacht machen und Kai Diekmann mit einer Rakete ins All schießen.

 Wahlkampfslogan: 100% für Deutschland.

 Koalitions-Partner: Keine (warum auch?)

 Ergebnis: 100%

 Christoper Lauer

Vorteil: Er wäre schon in der SPD – und vom Prinzip wählbar – denn: auf die Dauer hilft nur Lauer. Als Kanzlerkandidatskapitän würde er die Segel setzen und Kurs nehmen auf ein Land, das sich klar macht zu ändern. Sein allergrößter Vorteil: er ist nicht Sigmar Gabriel. Er ist dynamisch, jung, internetaffin – also genau das Gegenteil von der SPD. Mit Peter Altmaier könnte er in den Kabinettssitzungen twittern und über Andrea Nahles ablästern. Er würde sich über eine Kanzlerkandidatur sozialdemokratierisch freuen – was man sonst über kaum einen SPD-Politker sagen könnt. Und: was hätte die SPD schon zu verlieren? Außer mal wieder eine Wahl.

Wahlkampfslogan: Make sozialdemokratische Inhalte bei den Bürgerinnen und Bürgern des Landes great again.

Koalitionspartner: alle außer Piraten

Ergebnis: 13.37%

 

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