5 Aufgaben die Roboter wirklich übernehmen sollten.

Der digitale Wandel ist so rasant, da kommt selbst Usain Bolt nicht mehr hinterher. Kühlschränke unterhalten sich mit dem Supermarkt, Fabriken werden intelligenter, als deren Chefs und immer mehr Berufe werden von Robotern übernommen. Wo jedoch früher nur für Schichtarbeiter Schicht war, weil der freundliche Löt-Roboter deren Aufgaben übernahm, da sind heute ganz andere Berufsgruppen gefährdet: Journalisten müssen um ihre Jobs bangen, ebenso wie Call-Center-Mitarbeiter, denn Roboter schreiben bessere Texte und antworten freundlicher, als ihre menschlichen Pendants.

Für die Vordenker ist es keine Frage des ob, sondern nur noch des wann. Aber was wäre, wenn mal ganz andere Berufe durch Roboter gefährdet wären. Wir wagen einen Blick in die Zukunft.

  1. Roboter-Vorstände und -Aufsichtsräte

Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden (nein, nicht aus einem Labyrinth): Der Vorstand von heute lässt sich ganz einfach von einem Roboter ersetzen. Ein einfaches Sprachprogramm formuliert bei Krisen ohne weiteres Sätze wie: „Ist ohne mein Wissen gelaufen.“ Oder „Wir werden eine umgehende Untersuchung einleiten.“ Beziehungsweise „Trotz des Diesel-Skandals bestehe ich auf meinen Bonus.“ In Berlin wird gerade ein neuer Roboter-Aufsichtsrat getestet, der simuliert, dass man nichts mitbekommt – selbst von den größten Missständen. Die Wissenschaftler der renommierten Elite-Universität MIT in Boston sind stolz: „Es war nicht einfach den Roboter-Vorständen genau die Verhaltensweisen von menschlichen Vorständen zu programmieren, denn sie sind für eine Maschine teilweise völlig irrational – wer nimmt schon Extra-Geld für eine schlechte Leistung?“ Überhaupt haben sich erste Tests mit Roboter-Vorständen bewährt: „Wir können hunderte Millionen an Vorstands-Boni und horrenden Aufsichtsrats-Vergütungen sparen und müssen sonst keine Mitarbeiter entlassen.“ Einer der Roboter-Vorstände antwortete konsequent auf das Thema Einsparungen: „Das sind für uns Peanuts.“

  1. Roboter-Politiker

So mancher Technokrat an der Spitze von Parteien muss nun um seinen Job bangen. Experten des Frauenhofer Instituts für künstliche Intelligenz gelang es Roboter-Politiker herzustellen. „Es war einfacher als gedacht“, so der Leiter des Instituts, „die Plattitüden von Berufs-Politikern sind sehr leicht berechenbar.“ Vor allem das Aussitzen von Problemen geriet sehr einfach, den Maschinen wurde einfach per Code eingebaut zunächst mal gar nichts zu machen. „Denn bevor man etwas falsch macht, macht man als Politiker erst mal gar nichts“, so das Frauenhofer Institut. Die versammelt Hauptstadt Presse staunte das über das Roboter-Politiker Modell „iSchmidt“ der Sätze formulierte wie: „Wer Visionen zu künstlicher Intelligenz hat, soll zum Roboter-Arzt gehen.“ Das Modell Barschel2.0 brillierte auf der Pressekonferenz mit „Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, ich wiederhole: mein Ehrenwort, dass Roboter niemals Politik machen werden.“ Ein typisches Barschel-Ehrenwort eben. Auch bei anderen Verhaltensweisen wurden die Roboter-Politiker auf ihre menschlichen Vorbilder eingestellt. „Sie konsumieren Crystal Meth, Kinderpornos und zu viel fettiges Fleisch – denn wir wollen sie so detailgetreu wie möglich anbieten.“ Böse Zungen behaupten sogar, dass die vorgestellten Roboter-Politiker mehr Emotionen zeigen, als Angela Merkel.

  1. Roboter-Satiriker

Nie mehr Anzeigen und Strafverfahren wegen ünterürdischen Beleidigungen. Denn wer kann schon Roboter-Satiriker zur Rechenschaft ziehen? Niemand. „Kein Mensch kann Roboter vor Gericht zerren – das lässt unsere Rechtslage derzeit nicht zu“, so ein Fachmann für Satire-Recht, der ungenannt bleiben will. Unser Modell „Roboter-Böhmermann“ kann also ungestraft alles und jeden als Ziegenficker bezeichnen, sogar Menschen, die wirklich Ziegen ficken. „Unsere Software muss nur noch mit etwa 100.000 deutschen Beleidigungen upgedatet werden, dann steht einer Karriere beim ZDF als Humorist eigentlich nichts mehr im Wege.“ Die Hersteller-Firma hat sogar ein älteres Modell Namens Roboter-Hallervorden im Angebot, dass singen kann. „Wenn er nicht wieder mal den Text vergisst, wir Hacker nennen das ‚Honig im Kopf’.“ Die Roboter gibt es in „Lustig“ und in „Mario Barth“. „Es gibt für alles einen Markt“, so die Entwickler. Das Modell Roboter-Böhmermann findet rasenden Absatz, besonders aus dem kurdischen Teil der Türkei hagelt es Bestellungen. „Die haben da scheinbar eine besondere Vorliebe für Gedichte“, vermutet man bei der Hersteller-Firma.

  1. Roboter-BILD Chefredakteur

Kritiker der Boulevard-Zeitungen behaupten seit Jahrzehnten steif und fest: BILD Mitarbeiter sind keine Menschen. Daher ist der nächste logische Schritt die Einführung eines echten Roboter BILD Chefredakteurs. Matthias Döpfner zur Digital-Strategie des Axel-Springer Verlags: „Wir setzen konsequent auf dem Umbau unseres Hauses von ‚Lügen wie gedruckt’ auf ‚Lügen wie digitalgedruckt’ – daher macht es natürlich Sinn, den Chefredakteur zu einem Roboter zu machen.“ Unterstützt wird er dabei von Cyborgs wie Julian Reichelt und seinem Klon Paul Ronzheimer. Der Roboter-BILD Chefredakteur sieht aus wie Kai Diekmann, nur mit mehr menschlichen Zügen. „Wir haben ihn mit einem empathischen Wesen ausgestattet, einfach weil wir gespannt waren, was passiert.“ Sein erstes Werk war ein Interview mit Jan Böhmermann. Die Humorversuche waren noch etwas ungelenk und das Lachen geriet arg mechanisch. Der Titel-Terminator verdrückte einige künstliche Tränen – also alles wie bei seinem ‚menschlichen’ Vorbild. „In den nächsten Tagen spielen wir noch die Software für Populismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechthaberei auf, dann ist er fertig.“ Was macht eigentlich Tanit Koch? Laut Döpfner: „Ein Auslaufmodell.“

  1. Roboter-NetzfeministInnen

Endlich eine Lösung für Trollerei und Hate-Speech gegen weibliche Netzfeminnist*Innen: die Roboter-Netzfeminist_innen. „Unsere Roboter haben keine Gefühle, daher perlen Beleidigungen einfach an denen ab“, so die EntwicklerInnen. Unsere Roboter-Netzfeminist*innen analysieren per Algorithmus die gängigen Beleidigungen und blocken sofort. Die Roboter kommunizieren ständig untereinander und blenden alles andere aus – „wir wollten sie so realistisch wie möglich programmieren.“ Die Roboter-Netzfeminist_innen zeichnen sich durch hohen Aktionismus und Hashtag-Kreativität aus. Als Roboter haben sie eine Mechanik entwickelt, sehr laut zu sein, aber im Grunde real nichts zu ändern. Alle paar Jahre diskutieren sie die gleichen Dinge nur unter anderen Hashtags. Aber zum Glück sind es ja Roboter, denen nie langweilig wird. Erst Maskus fühlen sich natürlich diskriminiert und fordern männliche NetzfeministInnen. Die HerstellerInnen sind sich sicher: „Die Roboter-Netzfemist*innnen werden für einen #Aufschrei sorgen!“

 

 

 

 

 

 

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