Kreuzberg, du mieses Stück Scheiße.

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Ich arbeite jetzt seit 3 Monaten in Kreuzberg. Und meine Bilanz dieser Zeit lautet: Kreuzberg ist der Vorhof zur Hölle, ein urbanes Disneyland. Einerseits ohne Bezug zur Realität andererseits prallen dort Wirklichkeiten zu hart aufeinander. Alles ist zu viel, sogar von zu wenig. Jeden Abend, wenn sich die Straßen mit bierseligen Feier-Druffis aus allen Nationen füllen, bin ich froh diesem Jahrmarkt zu entkommen. Kreuzberg ist eine explosive Mischung geworden aus 80er Jahre Melancholie, 90er Jahre Drogenrausch und dem schlechtesten von heute.

Wenn man im Wrangel-Kiez unterwegs ist, sieht man die Parole überall: „Bizim Bakkal bleibt“, also „Unser Laden bleibt“. 200 Meter daneben ist ein Nahkauf und etwa 300 Meter die Straße runter ein weiterer großer türkischer Gemüseladen. Vom Kaiser’s an der Ecke ganz zu schweigen. Es geht also nicht um Einkaufsmöglichkeiten, sondern grundsätzliches: soll Kreuzberg sich verändern oder nicht. Die Antwort ist klar: der Stadtteil steckt wie jeder andere im Innenstadtbereich im Epizentrum einer rasanten Veränderung. Das lässt sich genau so wenig verdrängen, wie das Modewort Gentrifizierung. Spannend wäre die Frage, was einmal vor dem Gemüseladen in den Räumen war. Und wer damals ging oder gegangen wurde. Das alles ist Spekulation, aber die aggressive Grundstimmung im Kiez ist Realität.

Diese drückte sich zuletzt an dem berühmten Mural an der Cuvry-Brache aus. Vulgär wurde da gegen alles gewettert: Immobilien-Haie, Gentrifizierung, Touristen, Polizei. Leider ohne jeden intelligenten, charmanten oder gar intellektuellen Über- oder Unterbau. Dem Protest fehlt es an Grips oder einem Slogan, der mehr ist als ein verächtlich hingeschmettertes „Fuck you.“ Wer Geld und was in der Birne hat, der kann mit dem Strom der Veränderung mitschwimmen oder gestaltet ihn – teilweise ohne es zu wollen. Dem Protest bleiben dann nur die Abgehängten, von denen es in Kreuzberg überraschenderweise noch jede Menge gibt. Jedenfalls überraschte es mich.

Touristen, die es hier in Heerscharen gibt, werden höchstens geduldet, so wie viele Flüchtlinge vom Staat. Niemand der Alt- und Neulinken im Bezirk würde ein Banner mit der Aufschrift „Tourists Welcome“ vor sich hertragen. Aber Flüchtlinge lieben zumindest Teile der Menschen dort. Es ist diese Schizophrenie der Straße, die diesen Bezirk so unlebenswert macht. Wenn Berlin eine Filter-Bubble ist, weil die Stadt zum Beispiel nicht Deutschland ist, dann ist Kreuzberg die Bubble der Bubble. Hier ist nichts mehr echt. Hier laufen Menschen rum, die jeder auf ihre Weise den Bezug zur Realität verloren haben. Die einen leben ihren Hipster-Traum, der andere kauft Lofts wie andere Gummibärchen und wieder andere Leben im Nebel von Avalon – Drogentechnisch betrachtet. Man sehnt sich fast nach der Fußgängerzone in Uelzen, nur um mal wieder ein paar normale Menschen zu sehen.

Wenn man als normaler Mensch durch die Straßen geht, wirkt alles wie in einem Kriegsgebiet im Waffenstillstand: es kann jederzeit knallen. Viele der Einheimischen sind ab mittags schon blau, bekifft oder sonst wie weggeschossen. Die Party-Touristen auch. So lässt sich die friedliche Koexistenz einigermaßen ertragen. Nur wer es nüchtern ertragen muss, ist nur noch genervt. Man wird blöd angequatscht oder muss mit dem Party-Müll leben. Es erinnert mich an meine Zeit, in der ich auf der Reeperbahn lebte. Nur das war die Reeperbahn. Und kein Kiez, der zum Wohnen da ist oder sein sollte.

Letztens wollte ich einen Kaffee bestellen und musste es auf Englisch machen. Keiner der Bedienungen verstand Deutsch. Nachdem ich meine Kaffee-Bestellung runterratterte schlug mir ein vollkommen ahnungsloses „What?!?“ entgegen. Also alles wieder auf Englisch. Das hätten sich mal die Türken erlauben sollen, die müssen sich ja anpassen und unsere Sprache lernen. Als postmoderner Deutscher mit kosmopolitischem Anspruch redet man aber gerne und oft Englisch. Man ist weltmännisch und nicht piefig. Was die Anekdote sagen soll: man versteht in diesem Stadtteil aneinander immer weniger. Es entstehen Parallelgesellschaften, nicht in der Form, wie AfD oder Teile der CSU sie sehen: die Türken sind zumeist prächtig assimiliert. Nein, es ist diese Melange aus Startup-Culture und „Berlin ist trendy“ Bewohnern, die sich ihr eigenes Universum aus Mikro-Brauereien, Bio-Gedöns und Fairtrade aufgebaut hat. Alles CO2-neutral versteht sich – und vegan bzw. verpackungsfrei. Hier wird nach eigenem Anspruch die Welt gerettet von einer kleinen Elite, die in etwa so viel Gewicht hat wie eine einzelne Ameise.

Kreuzberg ist anstrengend, es ist ein Pulverfass, es ist ein Trauerspiel. Wenn man es als gesellschaftliches Labor der Zukunft betrachtet, mit einer Menge experimenteller Anordnungen, dann vielleicht noch akzeptabel. Oder in Teilen interessant. Es ist ein Rückzugsgefecht. Ein Umbruch ohne erkennbaren Aufbruch. Es ist, ja was eigentlich.

Kreuzberg du bist so Cottbusser Dammed. Aber hier leben? Nein danke.

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26 thoughts on “Kreuzberg, du mieses Stück Scheiße.”

  1. „Nein, es ist diese Melange aus Startup-Culture und „Berlin ist trendy“ Bewohnern, die sich ihr eigenes Universum aus Mikro-Brauereien, Bio-Gedöns und Fairtrade aufgebaut hat.“

    Sollte ihrer Meinung nach die „kleine[…] Elite“ also eher die Verhältnisse vor Ort positiver gestalten?

  2. Im Ernst? Du beschwerst Dich darüber, dass die Menschen in Deinem Kiez nicht so (“normal”) sind wie Du? Und dass der Prozess der ständigen Veränderung anstrengend für Dich ist? In Deinen Worten steckt so viel Überheblichkeit und Intoleranz, dass mir schlecht wird.

  3. Das schlechteste von heute findet man auf der Oranienburgerstrasse dort ist der echte Touri Ballermann und kurz vor der Explosion ist eher Tauenzien/Kudamm denn dort passieren die Raubüberfälle mit Axt und Tränengas mitten am Tag. Auf der Revalerstrasse gibt es mittlerweile Austern als streetfood. Dagegen erscheint Kreuzberg doch noch als Wellness Oase. Lächerliche Polemik, besser doch in Uelzen bleiben und die Ruhe genießen.

  4. Wer sich nach der Fußgängerzone von Uelzen sehnt kann Kreuzberg nur hassen, das scheint klar. Das bei vielen Kiezbewohnern Anspruch und Realität weit auseinander klaffen ist richtig beobachtet und trifft leider vor allem auf die missratene Bezirksregierung zu. Aber von der tollen Reeperbahn nach Kreuzberg zu kommen nur um auf alles herabzusehen erscheint doch etwas ärmlich. Das Interessante sind doch gerade die Konflikte und Gegensätze. Hier liegt ja auch der Unterschied zu den gentrifizierten Ostvierteln, wie dem homogenen Prenzlauer Berg. Kreuzberg ist einfach (immer noch) krasser. Und darum kommen ja auch die Uelzener dieser Welt alle angerannt, nur um paradoxer Weise nach kurzer Zeit nach ihrer Fußgängerzonenödnis zu verlangen wogegen aber wieder die anderen Chaoten ohne Sinn und Verstand angehen. Es ist halt immer was los. Die vielen Alkis im Kiez kommen übrigens wegen der Suppenküche der St. Marien Liebfrauen (nur so als kleine Background-Info: verstärkt zwar die “aggressive Stimmung” ist aber auch gelebte Nächstenliebe, wie so manches andere im Kiez,siehe auch Bizim Bakal).

  5. „Keiner der Bedienungen verstand Deutsch.“

    Was an deinem Deutsch gelegen haben könnte.

    Finde, du übertreibst und hast einen eingeschränkten Blick auf K’berg.
    Gruß, ich

  6. Gott sei PUNK wohne ich nicht mehr in Berlin – obwohl ich Berlin sehr mag und es ist meine zweite Heimat – 1987 war Kreuzberg noch sozusagen unterteilt in S036 und Berlin 61, wobei der 61er-Bereich im Vergleich zu S0 36 immer etwas “bürgerlicher” war. Ohne überheblich sein zu wollen, schließe ich mich aber doch eher der Meinung Martin Dorneras an, denn diese Szene ist ja ähnlich wie im Prenzl-Berg kaum zu ertragen. Wo sind all die “Normal-Verrückten”, wie es noch vor dem Mauerfall war? Ich freue mich über den Mauerfall und dennoch war Berlin und insbesondere Kreuzberg doch echt anders und zwar “verrückter”. Heute kommt mir das alles so touri-mäßig geleckt vor, vielleicht liegt es auch daran, dass dort kaum noch echte Ur-Berliner wohnen und längst verdrängt wurden?

  7. … könnte der autor bitte mal nach friedelhain ziehen? alles was ich hier lese kommt mir in friedelhain noch viel potenzierter vor, die aggressive grundstimmung; die gesetzlosigkeit; keine menschen über 48; masssenhaft jugendliche touristen; berge von müll und hundekot; komme ich nach kreuzberg, fühle ich mich direkt viel wohler und ich würde auch dort leben wenn ich es mir leisten könnte, aber trotzdem gibt es natürlich auch dinge die ich an friedelhain schätze … liebe und ablehnung liegen immer nah bei einander, das muss man mögen und wenn nicht, kann man nur selbst sein glück in die hand nehmen und versuchen etwas zu ändern! es ist mir schleierhaft was an “bizim bakal” aggressiv sein soll? ich finde es bewegend und das viele auf den zug aufspringen die noch andere hintergedanken haben, kann man leider nicht immer aufhalten …

  8. Oh oh, da melden sich jetzt viele angepisste Zoo-Insassen, weil Ihnen jemand geschrieben hat, dass sie in einem Zoo wohnen. Nur Zäune, Gitter und “Bitte nicht füttern” Schilder fehlen.
    Ganz ehrlich – es gibt auch in Kreuzberg nette Ecken. Darf eine Polemik darüber hinweggehen? Aber ja. Sie muss.
    Hat das noch irgendwas mit dem wehmütigen Blick auf vor 89 zu tun? Aber nein.

  9. Sehr sehr flacher Text Kollege. In einigen Punkten kann ich dir als Bewohner zustimmen, in anderen nicht. Die Betrachtungsweise sehr oberflächlich, wenig tiefgreifend. Diese wurde durch Vergleiche von hilfsbedürftigen Menschen (Flüchtlinge) mit kotzenden Partytouristen auch kaum populistisch aufgeladen. Vielleicht wirksam, aber wenig argumentativ. Sehr arm. Ist es dir lieber brennende Asylheime zu haben?

    In Kaffees auf Englisch bestellen? Warum nicht?
    Du hast dir selbst ein Bein gestellt, indem du in deinem Text festgestellt hast, dass hier der Hipster, Linke, Flüchtlinge, Touristen, Immigranten, selbst Yuppies und noch mehr, nebeneinander leben können, friedlich. Vielleicht ist das einfach nichts für dich, weltoffen, frei, auch mal stressig, Kreuzberg eben. Eben nicht deine kleine Altstadt in Uelzen.

    Vielleicht bist du, wie du als Resümee aus deinem Text sehen könntest, einfach ein wenig zu spießig.

    (Während dieses Textes lag ich im Görli und ein Typ vom WWF spritze mich mit einer Wasserpistole in seinem Rüssel nass. Schrecklich)

    Sonnige Grüße
    Zum Glück wohnst du nicht hier (wenn doch, who cares)

  10. Ea gibt keinen sonstigen Stadtbezirk wo bei einem Nicht-Deutschen Anteil von 38% (ohne Touristen) alles so friedlich und offen funktioniert wie hier. Wer den damit verbundenen “Stress” (englisch bestellen und schon überfordert?) nicht verträgt, bitte zurück in die Heimat, es gibt genug, die hier leben möchten .

  11. schade, dass das sehr gut Geschriebene so negativ ausfällt. Drei Monate an dieser Ecke Berlins zu leben, zeigt: 1.) nicht GANZ Berlin zu kennen. 2.) dass nicht ein Jeder, und dadurch, dass ein Jeder dort seinen Platz finden kann… 3.) das das Konservative immer glaubt Recht zu haben… 4.) dass das geschrieben eh nur EINE Person ist, die schreibt, und nicht die Gesamtmeinung darstellt… Schön, dass jeder topf seinen Deckel finden darf. Dieser “Topf”, der hier schreibt, wird woanders sicher seinen Deckel finden…

  12. verpiss dich ausm kiez und geh mit deiner sippe zurück in dein loch namens uelzen. bist wahrscheinlich auch nur wegen dem hype hier hergekommen und musst nun deinen frust über deine nicht erfüllten erwartungen nierderbeschreiben… checkst du überhaupt, dass genau solche leute wie DU unsere Kiezkultur immer mehr zerstören?

  13. Ha, ha die sind das Beste! Berlin wie leibt und leibt. Hab ja selber mal bin Berlin gelebt, Kreuzberg ist war damals schon was sehr spezielles. In der Zwischenzeit möchte ich da aber auch nicht leben wie in vielen andern Großstädten mit allerlei sogenannten “angesagten” Stadttteilen”, aber in Kreuzberg kann man auch seine Ecke finden in der man glücklich werden kann, allerdings sollte man es sich leisten können. Das wird das Problem der meisten sein. Aber es gibt zum Glück ja immer noch gute Möglichkeiten in Berlin seinen Stadtteil zu finden. Ja und Berlin ist auch auf einer Art und Weise völlig überbewertet aber auch irgendwie immer wieder interessant auch wenn man in manchen Stadtteilen nicht wirklich leben möchte und da meine ich jetzt nicht die sogenannten “armen Stadtteile”. Für ein paar Jahre ist Berlin ganz nett für länger gibt es anderswo genügend Ausweichplätze. Das schlimme ist viele zugezogene nicht die Einheimischen meinen sie sind der Nabel der Welt nachdem sich allle richten müssen, dabei sind sie selber erst vor ein paar Jahren aus der “Provinz” nach Berlin gezogen.

    Denke auch ich würde eine großen Bogen um Kreuzberg machen sollte es mich nochmals nach Berlin verschlagen. Aber man kann ja das vielfältige Kulturangebot nutzen so als Entschädigung. 🙂

    1. Guter Kommentar. Trifft den Nagel auf den Kopf. Vor allem wer als Zugezogener in Berlin wohnt kann nicht einfach nur in Berlin wohnen und mal Ruhe geben, sondern muss sich permanent selbst daran aufgeilen und möglichst häufig noch darüber reden. Kritik an diesem unangefochten einzig lebenswerten Ort der gesamten zivilisierten Welt provoziert die Inselbewohner mit Tunnelblick (in ihren Augen sind sie natürlich weltoffene Kosmopoliten, die den ganz harten Shit in der Realness ihres Alltag leben) nur noch zusätzlich. Undenkbar, dass da draußen auf dem Meer nicht einfach die Welt aufhört, sondern auch woanders noch Menschen leben. Manche davon sogar gerade nachdem sie sehr, sehr gerne in Berlin gelebt haben, aber auch ziemlich gerne irgendwann wieder in andere Städte gezogen sind.

  14. Die extreme Aggressivität der meisten Kommentatoren bestätigt den Autor aufs Feinste. So wie es sich hier liest, lebt es sich dort. Ich habe das bis zum Juni getan. 13 Jahre lang Wrangelkiez. Vor diesen linksreaktionären “geh-doch-nach-Uelzen-Typen” sind wir geflohen. Und vor der gruseligen Bezirksregierung, der der Niedergang der vergangenen rund fünf Jahre primär anzulasten ist. Es gab auch bessere Zeiten. Wohin wir gezogen sind, sage ich nicht. Sonst holt uns die Kiez-Stasi, die sich hier austobt un den Kommentaren und die offenbar nicht in der Lage ist zu lesen. Leute, das ist eine Satire! Leute, die Ihr da so so humorbefreit und mit Schaum vor dem Mund kommentiert – ich lach mich kaputt.

    1. Guter Kommentar. Trifft den Nagel auf den Kopf. Vor allem wer als Zugezogener in Berlin wohnt kann nicht einfach nur in Berlin wohnen und mal Ruhe geben, sondern muss sich permanent selbst daran aufgeilen und möglichst häufig noch darüber reden. Kritik an diesem unangefochten einzig lebenswerten Ort der gesamten zivilisierten Welt provoziert die Inselbewohner mit Tunnelblick (in ihren Augen sind sie natürlich weltoffene Kosmopoliten, die den ganz harten Shit in der Realness ihres Alltag leben) nur noch zusätzlich. Undenkbar, dass da draußen auf dem Meer nicht einfach die Welt aufhört, sondern auch woanders noch Menschen leben. Manche davon sogar gerade nachdem sie sehr, sehr gerne in Berlin gelebt haben, aber auch ziemlich gerne irgendwann wieder in andere Städte gezogen sind.

  15. Schöner Artikel, noch schönere Kommentare.

    Viele Grüße aus Mitte/Pberg! Hier darf man in Ruhe Porsche fahren und im Kaffee auf Englisch bestellen.

  16. Mannesmann, eine Menge Ressentiment, wenig Fundiertes. Der Sauftourismus ist ein Riesen-Problem. Stimmt. Die Immobilien-Yuppies auch. Hipster nerven irgendwie, okay. Wir brauchen Pissoirs, bessere Stadtreinigung, weniger Ferienwohnungen, weniger Billig-Airlines, Verbesserungen in der Liegenschaftspolitik, Umsetzung des Mietspiegels etc. Alles stadtpolitische Themen, die wichtig sind. Hätteste ja etwas recherchieren können, wäre vllt. ein interessanter Artikel bei rausgekommen. Aber was hier im Kiez keiner braucht sind spießige Provinzler, die Uelzen brauchen, um wieder klar zu kommen. Wahrscheinlich hängt an Deiner Wohnzimmerwand ein röhrender (goldener) Hirsch, der die Sicht verstellt. Normale Menschen, was soll das überhaupt sein? Du, oder was? Dann zieh doch nach Uelzen und hör bitte auf zu suelzen!

  17. Just stumbled across this post, and perhaps I’ll catch some hate for even writing in English, but fuck it. I’ve lived here for 18 years, my 3 boys were born here, I’ve earned the right to speak and write whatever language suits me. Those are some deeply frustrated observations in the post, particularly after only 3 months. But that’s just it, you’re writing from the perspective of a boat being tossed around in the storm without any anchor or sense of where the port is. I’m as frustrated as the next guy (or girl, or whatever) about some of what goes on here. And you hit the nail dead on with some of what you wrote, but that’s not the whole story. If you live here long enough you grow roots, and those roots get long enough to meet the roots of others who’ve lived here long long enough. When that happens, you start to look past the chaos on the surface. So look, I appreciate what you wrote, it satisfied my own need to shit on Kreuzberg from time to time, but it’s not the whole story. Not by a long shot.

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