Warum wundert sich Til Schweiger über seine Fans?

Til Schweiger ist neben Helene Fischer der derzeitige Gott des Mainstreams. Kein Wunder, dass Godzilla und King Kong bald im Tatort aufeinanderprallen. Das Ergebnis dürfte ein Hamburg in Schutt und Asche sein. Also Asche in Form von Geld in jedem Fall. Hoffentlich bleibt wenigsten die Elbphilharmonie stehen, die hat doch schon so viel gekostet. Während die eine durch gefühlte Regionalligastadien tourt, kurvt der andere in Regionalliga-Hirnen herum. Schweiger wie Fischer bedienen das „gesunde Volksempfinden“, beide auf ihre Weise. Fischer ist die ehehygienisch saubere Sexbombe, die mit Schlagertexten eine postmoderne, aber eben heile Welt beschwört, in dem noch alles an seinen angestammten Platz ist. Wer braucht da noch Globalisierung, wenn es in unserem Vogtland so schön ist? Niemand.

Und auch die Filme des Schauspielers und Erfolgsproduzenten Schweiger sind nichts anderes, als Schlager in Form modern inszenierter Heimatfilme. Da ist im Grunde alles in Ordnung. Und wenn es mal nicht in Ordnung ist, dann räumt Schweiger – wie in Schutzengel – einfach auf. Schließlich hat er als Patriot und Ex-Elitesoldat in dem Film eben auch gegenüber Deutschland eine Verantwortung. Überhaupt begann die Karriere des Til Schweiger mal als Bundeswehrsoldat in der Lindenstraße. Das hatte damals noch anarchisches Potential, denn in jeder Zeit waren Soldaten noch wahre Parias der Gesellschaft. Heute beschützen die unsere Freiheit am Hindukusch. Danke! Wir können stolz auf unsere Soldaten und unser Land sein. Wer braucht da eigentlich noch Flüchtlinge – am Ende auch noch aus Afghanistan? Eher niemand.

Schließlich muss sich Til Schweiger fragen, ob er nicht auch durch seine privaten Äußerungen genau die Klientel auf seiner Facebook-Seite versammelt hat, die er jetzt medienwirksam zur Hölle schicke will. Das Thema Kindesmissbrauch ist eines der wenigen Schwarz-Weiß Themen unserer Zeit. Hier gibt es entweder nur gut oder nur böse. Wer sich populistisch hinstellt und Dinge sagt wie: „Ich bin der Meinung, dass jemand, der eine Frau vergewaltigt oder eine Sexualstraftat begeht – der hat sein Recht in der Gesellschaft verwirkt.“ Ist ja im Grunde – was die Meinung angeht – vielleicht auch gar nicht viel besser, als jemand, der sagt, dass Flüchtlingen alle weg gehören, weil sie Flüchtlinge sind. Denn die undifferenzierte Betrachtung von Problemen oder Themen, da liegt doch gerade der Hund begraben. Bei den Facebook-Fans von Schweiger und eben bei Schweiger selbst.

Das sollten mal alle bedenken, die ihn jetzt gerade so toll finden. Schweiger ist nicht toll, er hat genau die Fans, die er sich verdient hat. Verwunderlich ist nur, dass er sich darüber verwundert.

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27 thoughts on “Warum wundert sich Til Schweiger über seine Fans?”

  1. Nein, verwunderlich ist das eigentlich nicht.

    Wenn er ein Mensch wäre, der sich NICHT darüber wundert, daß er solche Fans hat… dann wäre er ein Mensch, der keine solche Fans hat.

    Oder anders ausgedrückt:

    Das fehlende Verständnis ist die Ursache sowohl für seine Äußerungen als auch für die Art seiner Fans.

  2. [..] Denn die undifferenzierte Betrachtung von
    [..] Problemen oder Themen, da liegt doch
    [..] gerade der Hund begraben

    den satz in deinem ansonsten reichlich überflüssigen beitrag fand ich dann doch so bemerkenswert, daß du dir mal die zeit nehmen solltest, länger über ihn nachzudenken.

    am besten vor einem spiegel.

  3. Alles wahr und richtig — und dennoch finde ich es stark vom Schweigertil, wie er sich hier gegen seine Fans stellt. Das erfordert Haltung, die ich ihm nicht zugetraut hatte; und das wiederum nötigt mir Respekt ab.

    1. ich lese unterdessen, daß lobo das auch sagt.

      es ist das eine, auf dem schulhof mal den zu verprügeln, den eh alle verprügeln, weil er ja sooooo dooooof ist (und man selbst sooooo schlau) … und das andere, zu verstehen, was es heisst, stellung zu beziehen. dann lieber lobo und schweiger als “siegstyle” (wasfüreinname)

  4. Ich verstehe absolut nicht, warum so intensiv – und nicht nur hier – dieser Anlaß genutzt wird, um dem Schweiger endlich mal ans Bein pissen zu können. Und nur dazu. Rassistische Haltungen sind ein deutlich größeres Problem, als Schweigers künstlerischer Beitrag zum Mainstream.

  5. Mal ehrlich, ohne Boulevardberichterstattung lebend, hätte ich diesen Furz des Weltalls gar nicht mitbekommen, wenn nicht diejenigen, die glauben, über ihm zu stehen, darüber berichtet hätten.

    Wobei es nicht schwer ist, mehr Kekse in der Dose als der Schweiger zu haben.

  6. @ Halmackenreuter

    “Alles wahr und richtig — und dennoch finde ich es stark vom Schweigertil, wie er sich hier gegen seine Fans stellt. Das erfordert Haltung, die ich ihm nicht zugetraut hatte; und das wiederum nötigt mir Respekt ab.”

    Was ist denn da stark? Welcher Gefahr setzt er sich denn mit seiner Aussage aus? Wofür braucht man denn Mut um etwas zu sagen, bei dem von vorneherein klar ist, dass die klassischen und die sozialen Medien ihn hochleben lassen? MUTIG wäre es, wenn er etwas sagen würde, dass GEGEN den Mainstream geht. Wo er es riskieren würde, GEGEN den Strom zu schwimmmen. DAS HIER hat KEINEN Mut erfordert und auch keine Haltung.

    Ich kann das auch. Easy! Ich möchte auch bejubelt werden. Moment, ich mal mal den Schweiger und bin ganz gaaanz dolle mutig! *räusper*

    “Kinderschänder müssen endlich mal härter bestraft werden. Die sind der letzte Abschaum und gehören weggesperrt und wenn’s nach mir ginge, an den Beinen aufgehängt und der Schwanz abgeschnitten”

    “Vergewaltiger sind Monster! Vergewaltiger haben ihr Recht, zivilisiert behandelt zu werden, verwirkt. Da muss der Deutsche Staat endlich mal seine Samthandschuhe ausziehen und draufhauen. Tun diese Schweine schließlich auch.”

    Und dann das – ich nenne es mal – “Rechten-Bashing”. Gegen keine Gruppe lässt sich so schön wettern, wie die “Rechten”. Die Sau wurde mittlerweile schon so oft quer durch’s ganze Dorf getrieben, dass eh keiner mehr weiß, wer jetzt rechts ist, sehr rechts, oder nur ein bisschen rechts.

    “Ihr rechten Loser habt auf meiner Seite nichts verloren. Mit euren menschenverachtenden Ideologien möchte ich nichts zu tun haben. Verschwindet von meiner Seite ihr verdammten Schweine. Den Flüchtlingen muss geholfen werden. Und zwar jetzt. Wer das nicht versteht, der tut mir einfach nur leid.”

    KEINE dieser Aussagen erfordert auch nur ein QUENTCHEN Mut, weil absolut klar ist, dass sie auf das heftigste beklatscht werden. Schweiger stellt sich hier mitnichten gegen seine Fans. Er stellt sich gegen ein paar einzelne Kommentare und kann dafür mit einer Riesen-Publicity rechnen.

    Das ist kein Mut. Das ist politische Kalkül. Seine Schreibe ist auf Bild-Zeitungs-Wagner-Niveau.

    Respekt DAFÜR? Sicher nicht. Sicher nicht.

  7. Seh ich komplett anders. Steht ja sogar in dem Artikel, den wir hier kommentieren: seine Fanbasis besteht zu einem nicht unerheblichen Teil aus deutschnationalen Dumpfpatrioten. Er wendet sich eben nicht nur gegen “ein paar einzelne Kommentare”, sondern gegen einen Großteil seiner Fans, und das erfordert, dabei bleib ich, Haltung.
    Abgesehen davon: hey, er hat was vernünftiges gesagt! Wenn er mit dem populistischen Kinderschändermist ankommt, soll er gerne und zu recht Prügel beziehen, aber für die aktuelle Aussage? Von mir nicht.

  8. Verstehe ich nicht. Was hat denn Helene Fischer mit den Idioten auf Till Schweigers Facebookseite zu tun? Und seh ich das richtig, dass jeder, der das Vogtland ästhetisch ansprechend findet auch automatisch gegen Ausländer wettert? Ist das wirklich so, ich meine, ich kenner das Vogtland nicht, vielleicht stimmt das ja.
    Ich nehme auch mal an es gibt irgendein Zitat von Schweiger wo er sich für das Verteidigen unserer Freiheit am Hindukusch bedankt, sonst macht der Abschnitt ja auch keinen Sinn, wenn du das verlinken könntest?
    Und auch wenn ich zustimme das law-and-order Geblubber über das Verwirken unveräußerlicher Rechte ziemlich dumm oder populistisch rüber kommt (je nachdem wieviel Berechnung man unterstellt), scheint mir es mir doch eine etwas undifferenzierte Betrachtung, wenn man das direkt mit Ausländerfeindlichkeit gleich setzt. Ich finde nicht, dass eine dumme Meinung gleich impliziert, dass man auch gleich alle anderen dummen Meinungen vertreten muss. Ich würde sogar sagen, dass man trotz einzelner Meinungen die mir dumm vorkommen durchaus in anderen Belangen Recht haben kann und ich finde es nicht verkehrt, dass auch anzuerkennen.

    1. Nun ja, es wird einfach überspitzt dargestellt, daß ein strukturell eher schlichtes Gemüt wie Schweiger und eine porentief gesäuberte Chanteuse ein Publikum heranziehen, von dem man sich dann lieber wieder distanziert. Da spielt das Vogtland als Bild für eine geistige Enge nur eine untergeordnete Rolle.

      1. Was mich daran aber am meisten stört ist aber die Implikation, dass Mainstream unbedingt Ausländerfeindlichkeit beinhaltet und das halt so ist.
        Ich sehe das anders, massenkompatibel muss nicht rassistisch sein und deswegen halte ich es für kontra-produktiv und geradezu dumm eine Ikone des Mainstreams dafür zu kritisieren sich gegen Ausländerfeindlichkeit zu äussern, weil er ja damit hätte rechnen müssen.

  9. Den Gedankengang kann ich jetzt auch nicht nachvollziehen. Dröseln wir mal auf, warum Schweiger angeblich Ausländerfeinde anzieht:

    1) Er bedient mit seien Filmen den Mainstream. – Ganz ehrlich: Wenn Mainstream in Deutschland inzwischen “Ausländer raus” bedeutet, dann haben wir ein viel größeres Problem als Schweiger oder Helene Fischer. Allerdings würde ich dann auch erwarten, dass rechte Deppenparteien einen noch viel größeren Zulauf bekämen als es im Moment der Fall zu sein scheint.
    Ich würde sagen: Er ist prominent und damit sichtbar, darum fallen seine Postings natürlich vielen Leuten auf – also auch vielen rechten Spackos.

    2) Schweigers “Tatort”-Filme verbreiten bzw. bestärken rechte Ideologien. – Ich guck’ die nicht, von daher kann ich nichts aus erster Hand dazu sagen. Allerdings finde ich die Argumente, die hier dafür vorgebracht werden, eher schwach. Action mit Ex-Elitesoldaten mögen nicht nur Ausländerfeinde, und dass der Status Quo gegen den Einbruch “des Bösen” verteidigt wird, ist die Grundstruktur der meisten Krimis.

    3) Er hat vor über 20 Jahren mal in der Lindenstraße eine Figur gespielt, die sich als Zeitsoldat verpflichtet hat. – Ja, und?

    4) Er hat dumpfen Unsinn über den Umgang mit Triebtätern gesagt. – Das ist für mich noch das stärkste Argument, aber auch da funktioniert für mich die Korrelation nicht komplett: Ich kann mir zwar vorstellen, dass all diejenigen Idioten, die jetzt gegen Flüchtlinge auf die Straße gehen, auch “mit aller Härte” gegen Vergewaltiger vorgehen wollen, aber ich glaube nicht, dass umgekehrt ein Schuh daraus wird. Da stimme ich Robert zu: Man kann reaktionäre und dumme Ansichten über die Bestrafung verurteilter Verbrecher haben, ohne deswegen gleich Ausländerfeind zu sein.

    Was bleibt ist dies: Der rechte Mob ist anscheinend auf Schweigers Facebook-Seite eingefallen, und er hat denen gesagt, sie sollen die Klappe halten. Das ist im virtuellen Raum keine Heldentat, aber m.E. das Beste, das man in so einem Fall tun kann. (Okay, falls da strafrechtlich Relevantes geäußert wurde, könnte man noch über ein paar Anzeigen nachdenken.) Es macht ihn nicht zur Galionsfigur für Flüchtlingsrechte, aber für genauso daneben halte ich es, ihn jetzt zum Magneten für Ausländerfeinde stilisieren zu wollen.

      1. thomas,

        keine ahnung, was das ist, die “wahrheit”, aber er hat ne menge mehr zum besseren verständnis der dinge beigetragen als man das mit post, die einfach mal zustimmung heischend alle dummen klischees bedient … die vorher idioten vom spiegel in die welt gesetzt haben … oder von der BLÖD.

        was cool aussehen soll ist schlicht erbärmliche wellenreiterei ohne die haltung, die schweiger gerade zeigt … und lobo grad mit.

        1. Ich habe genau dann ein Problem, wenn es nur einen nahezu übermedial (nicht nur SPON) gibt, der einem Internet “erklärt”. Bei anderen ist es immer dieser glatzköpfige Herr der Verbraucherzentrale, bei Internet gibt es offensichtlich nur Lobo – ich gehe davon aus, daß es deutlich mehr Menschen in diesem Land gibt, die sich zu spezifischen Themen äußern können – das wäre für mich Meinungsvielfalt.

  10. Deine zentrale Kritik an Till Schweiger ist also, dass er zwar jetzt etwas richtiges und wichtiges gesagt hat, aber

    a) damit kein Risiko eingegangen ist, denn es spielt ja keine Rolle, ob man das richtige tut oder sich verantwortungsbewusst verhält, es geht nur darum, sich in Gefahr zu bringen

    b) er hat in der Vergangenheit mal eine juristische Laienposition vertreten, die du nicht teilst, und wenn uns dein Text eines zeigt, dann, dass es diesem Land besser gehen würde, wenn endlich mal alle auf deine Weisheiten hören würden!

    Gut, dass du dich an der öffentlichen Debatte beteiligst. Was sollten wir sonst bloß tun?

  11. Ich komme vom Bildblog und weiß wer Til Schweiger ist, aber kenne den Skandal gar nicht und folge nicht dessen Facebookprofil, bin auch gar nicht dort registriert.

    Eine kurze Zusammenfassung um was es überhaupt geht wäre nicht schlecht gewesen. Zumindest ein Link auf einen Artikel, in dem das wesentliche steht, statt auf 20 Jahre alte Lindenstraßenfolgen zu verweisen, die ich auch nicht kenne. Aber das ist doch eine Rolle, die er gespielt hat. Schimanski hat, also Götz George, sogar mal einen Massenmörder gespielt – wusstest Du das? Was ist das für ein Argument?

    Und er hat eine private Äußerung gemacht, die Millionen Fliegen anzog? Dann war sie wohl nicht so privat?

    Okay, ich habe gelernt Google zu bedienen, und mache mich selbst schlau: http://www.tagesschau.de/inland/schweiger-facebook-101.html – das war Treffer 1. Darin äußert sich Hr. Schweiger nicht verwundert, sondern erklärt, er habe das schon befürchtet.

    Die Äußerungen zum Sexualstrafrecht hätte man auch verlinken können, aber da scheint das Zitat zumindest zu stimmen.

    1. Es geht um die Diskrepanz zwischen dem was Schweiger sagt. Auf der einen Seite sieht er Sexualstraftäter fast schon als minderwertiges Leben (war in einer Talkrunde vom Lanz) an und auf der anderen Seite sein Weckruf für Flüchtlinge.
      Mit ersterem hat er Geschmeiß angezogen, dass Sexualstraftäter auch lieber an Bäumen hängen sehen möchte und für die Resozialisierung nur ein Wort ist. Und genau dieses Geschmeiß möchte Flüchtlingen nicht helfen. Und die große Verwunderung von Schweiger ist jetzt, dass die gar nicht so ticken wie er.

  12. Hallo
    Zur näheren Erläuterung kann man anmerken,dass sowohl Schweiger als auch Fischer besondere Lieblinge der Springerblätter sind,also werden sich dort auch eine Menge ihrer Fans wiederfinden.Nun sollte man zusätzlich wissen dass in diesen Machwerken widerwärtigste Asylantenhetze und rassistische Beleidigungen (z.B. Griechenland) zur täglichen Routine gehören.Berücksichtigt man diese Punkte hat der Autor des Artikels dem Nagel auf den Kopf getroffen.

  13. Man kann Schweigers Beiträge zu den Themen Kinderschändung und Vergewaltigung aus der sicheren Entfernung natürlich gerne populistisch finden. Falls Straftäter nach Beendigung ihrer Haft in der eigenen Nachbarschaft wohnen sollen oder als persönlich von Mißbrauch Betroffener kann man aber auch anderer Meinung sein. Sorry, diese beiden Themen haben mit rechts/links nicht so viel zu tun, wie oft getan wird. Ob man bei Triebtätern mit Resozialisierung überhaupt eine Besserung bewirken kann, das ist unabhängig von der politischen Grundausrichtung auch bei Experten die Frage. Man hat sich schon oft getäuscht. Man kann durch die Lebensumstände und die Sozialisation zum Dieb, Räuber, Schläger und Mörder werden, aber zum Kinderschänder braucht es leider wohl eine Veranlagung. Klar sind Kinderschänder und Vetgewaltiger leichte Opfer für Schweiger und auch sie haben Rechte – wie Tierquäler, Serienmörder und Nazis übrigens auch. Man kann Schweiger also hier dumpfes und undifferenziertes Geschwafel vorwerfen, aber rechts ist der Wunsch “Wegsperren für immer” nicht. Eher emotional und schlimmerdings populistisch. Das sieht bei den offen menschenfeindlichen Beiträgen, die er auf seinen Aufruf zur Hilfe für Flüchtlinge erhalten hat , anders aus. Das ist niederträchtige Nazische#@e. Hier wurde Menschen allein wegen ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe oder weil sie Kosten verursachen der Tod gewünscht. Man liest vom Wunsch nach KZ und verbrennenden Asylanten. Und jeder Mensch, der diesen Hass entgegen tritt -aus welchen Motiven auch immer- verdient Unterstützung. Mag es hoffentlich Mainstream sein. Schweiger go 4 it!

  14. Danke. Der treffende Helene Fischer Vergleich brachte mir die Erkenntnis warum ich wenn ich Schweiger sehe Brechreiz bekomme. Das jetzt kostet ihn so wenig wie die NPD-kompatiblen Dummheiten die er über Kindesmissbrauch verbreitet und die jeden seiner “Kinderfilme” so unerträglich grundieren.

  15. Es geht nicht darum, ob Herr Schweiger etwas gegen sexuellen Missbrauch hat, sondern um die jede Zivilisation aufhebende Richtung. Die Idee dass auch Täter schlimmer Taten Rechte haben ist eine Grundlage jeglicher Demokratie und Rechtstaatlichkeit. Wer das aufheben möchte, hebt auch die Basis unserer Zivilisation auf, konkret: sagt nix anderes als die NPD.
    Aber dabei geht noch mehr über die Wupper. Vergleicht man das reale Todesrisiko von Kindern hier: Mord im Rahmen von Sexualstraftaten, mit anderen Todesrisiken von Kindern etwa dem durch PKW, fällt auf, dass die Drastik der Forderungen nicht mit der Wahrscheinlichkeit betroffen zu sein in Einklang steht, sondern mit einer Angst vor Monstern. Der Blick auf Monster verstellt auch die Realität von sexuellen Missbrauch und Vergewaltigung. Die Täter sind eben überwiegend nicht die unbekannten Männer die hinter einem Busch hervorspringen oder wegen blöder Rechtstaatlichkeit frei sind, sondern sie gehören zur Familie, zum Freundes- und Bekanntenkreis. Dieses widerspricht ganz eklatant dem heile Welt Gesäusel der Schweigerschen Heimatfilme. Das eine kann nämlich ohne das andere nicht existieren.
    Nahezu folgerichtig ist der Vorwurf der Empatielosigkeit. Da es für Schweiger offensichtlich keine Vernunftgründe gibt die Menschen besonders vor staatlicher Willkür schützen und Rechte garantieren sollen, seien sie im Grundgesetz oder den Menschenrechten kodifiziert, bleibt ihm nur das völlig verblödete Gefühl als Maßstab. Und dessen Deuter ist bekanntlich er.

    Und bevor nun Unsinn kommt, ich habe Kinder und ich kenne Missbrauchsopfer und deren Geschichte.
    Schaut man sich an wie die Häufigkeit von

  16. Ok, was haben wir hier?

    Lange, viel zu lange Einleitung, die über Gott und die Welt unlogische Schlüsse zieht und Zusammenhänge an den Haaren herbeiziet (bald zusammen im Tatort), die es offensichtlich gar nicht gibt. Statt themenbezogener Fakten wird ein Berg aus zusammenhangslosen Nichtigkeiten aufgeschichtet

    Dann folgt ein sehr dürftiger und kurzer Hauptteil, der versucht aus der zusammenhangslosen Einleitung (wtf hat die Fischer mit dem Sachverhalt zu tun?) irgendeine These herauszuextrahieren.

    Die Gesamtleistung bewegt sich in etwa auf dem Niveau, das bei Schweiger üblich ist. Auf Schweiger zu bashen ist auch grad Mainstream. Was würde der Autor daraus schließen?

  17. „Das ist deutsches Gutmenschentum, das mich ankotzt“, schimpfte Schweiger 2011 bei Lanz… Du mich auch, Til –

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