#NetzFragtPutin

Russlands Präsident Wladimir Putin – unter Freunden auch das Kreml-Monster genannt – war vom knallharten Le Floid Interview so begeistert, dass er auf gängige Stichwortgeber aus dem russischen TV verzichtete und den YouTube-Star nach Moskau einlud. Hier traf man sich mit Blick auf den roten Platz, auf dem gerade einige Demonstranten verprügelt wurden. Die Fenster waren sauber – “lupenreine Demokratie” stellte Floriam Mundt anerkennend fest. Auf den Mundt gefallen war dann auch später Putin nicht, als sie 30 Minuten plauderten – eine halbe Stunde so politisch wie Bibi Beauty-Tipps.

Wir hören mal rein in die wichtigsten Passagen:

Le Floid: „Herr Putin, ganz zu Anfang: was verstehen Sie unter gut leben?“

Putin: „Ich mag es mit nacktem Oberkörper auf Bären zu reiten und Lachse mit der Hand zu fangen und roh zu essen – andere haben andere Interessen, aber das sind meine.”

Le Floid: „Hört sich nach einem verdammt guten LSD-Trip an.“

Putin: „Ich brauche keine Drogen, um durchgeknallt zu sein. Kiffen Sie?“

Le Floid: „Nein, habe ich aber auch schon der Bundeskanzlerin gesagt.”

Putin: „Alkohol?“

Le Floid: „Mal ein Gläschen unter Freunden…“

Putin: „Könnten Sie sich vorstellen Werbung für Wodka zu machen?”

Le Floid: „Absolut.“

Putin: „Quatsch, Russkij Standard.“

Le Floid: „Herr Putin, als ich sie anrufen wollte, war ihr Telefon besetzt – wie die Ukraine von russischen Truppen?“

Putin: „Mein Telefon ist wie die Ukraine nicht von russischen Truppen besetzt, dass sind Freiwillige, verstehen Sie.“

Le Floid: „Absolut.“

Putin: „Das sind alles Erfindungen der westlichen Lügenprässe. Die Krim gehörte schon seit Jahrtausenden zu Russland und ist in den Schoss des Mütterchens zurückgekehrt.“

Le Floid: „Sicher, sicher. Anderes Thema: Mein Kumpel Oli – übrigens nicht mit Nachnamen ‚Garch’, meinte, dass sie ganz gut am Gasgeschäft mitverdienen.“

Putin: „Gas? Haben Sie schon mal einen eigenen Furz mit dem Feuerzeug angezündet.“

Le Floid: „Absolut.“

Putin: „Und wie war das?“

Le Floid: „Lustig, habe danach angefangen Videos für YouTube zu drehen und habe das Witze-Niveau locker gehalten. Sind Sie eigentlich für einen Scherz zu haben?

Putin: „Immer, der letzte endete als Google Hangout.“

Le Floid: „Wie das?”

Putin: „Der Scherzkeks, der sich über mich lustig machte, endete als GooglePlus Video, in dem er gehängt wurde.“

Le Floid: „Gibt es nicht!“

Putin: „Doch GooglePlus gibt es.“

Le Floid: „Was viele im Netz wissen wollten, Herr Putin, warum stehen Sie der Homo-Ehe so kritisch gegenüber?“

Putin: „Homosexualität ist eine Krankheit, die man mit Elektroschocks oder mit mindestens 5 Jahren Gefängnis heilen kann, können Sie mir folgen?“

Le Floid: „Absolut.“

Putin: „Arbeitslager wäre auch möglich. Für uns gibt es nur eine Ehe zwischen Mann und Frau, verstehen Sie.“

Le Floid: „Sicher.“

Putin: „Sie wären ja auch nicht da und könnten halbgare Scherze auf YouTube machen, wenn sie nicht das Ergebnis einer Ehe wären.“

Le Floid: „One-Night-Stand.“

Putin: „Den One-Night-Stand der Ehe kenne ich nicht.“

Le Floid: „Ach, ist auch nicht so wichtig. Kommen wir zu Menschenrechten.“

Putin: „Was?“

Le Floid: „Na so was wie freie Meinungsäußerung. Also auf Twitter oder Facebook schreiben oder kommentieren, was man will.“

Putin: „Dafür habe ich meine Leute.“

Le Floid: „Für was?“

Putin: „Kommentare im Internet.“

Le Floid: „Das find ich aber Troll!“

Putin: „Apropos Twitter.“

Le Floid: „Ja, bitte?!“

Putin: „Können Sie mir folgen?“

Le Floid: „Absolut.“

Und nächste Woche bei Le Floid: #NetzFragtKim

Le Floid: “Ihre Antworten kommen ja wie aus einem Maschinengewehr geschossen, großer geliebter Führer.”

Kim: “Flugabwehrgeschütz – schätze ich in letzter Zeit mehr.”

Le Floid: “Absolut.”

Kim: “Wie meine Herrschaft.”

Share

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *