Im Kaifischbecken.

Die Fusion der beiden quietschfidelen Digital-Konzerne P7S1 und Axel-Springer steht kurz bevor. Gerade für die Sendergruppe könnte der Deal von Vorteil sein. Denn nach dem Abgang der notorischen Rampensau Stefan Raab, braucht der Sender händeringend ein neues Gesicht. Und wer könnte da besser passen als Kai Diekmann – das Alphatier unserer Always-in-Beta-Epoche?

Wir haben in die nähere Zukunft geschaut und uns angesehen, wie Kai Diekmann die Löcher füllen kann (kann er natürlich nach objektiver Selbsteinschätzung), die der Entertainer Raab hinterlassen hat. Hier nun ein Ausblick auf kommende Formate:

Schlag den Kai

Kaum verkündete Pro7 die Fortsetzung des Erfolgsformats mit Kai Diekmann, hagelte es schon Bewerbungen. Insbesondere Christian Wulff wollte unbedingt gegen ihn antreten. Wulff: „Schließlich könnte ich mir von den 500.000€ ein noch hässlicheres Haus in Großburgwedel kaufen.“ Beim Spiel „Blamieren & Kassieren“ war Wulff wahrlich unschlagbar – kein Wunder, bei der Routine. „Mensch ärgere dich nicht“ ging dagegen an Diekmann, der menschlichen Goretex-Jacke, an der alles abperlt. Die Punkte bei „Stimmt’s?“ holte wiederum Christian Wulff – schließlich weiß man als BILD-Chefredakteur irgendwann wirklich nicht mehr, was stimmt oder eben nicht. Denn das Boulevard-Blatt hat ja seit Jahrzehnten seine eigene Realität. Die Autorennen ging alle an Diekmann, Wulff war die letzten Jahren einfach nicht mehr selbst gefahren. Schließlich gewann morgens um 3:22 Uhr Kai Diekmann, weil der einfach nicht verlieren kann. Als Side-Kick-Moderator fungiert übrigens der Bewegtbild-Reporter und Diekmann-Mindestklon Paul Ronzheimer, der sonst aus Krisengebieten wie der BILD-Redaktion berichtet.

Die BILD-Total Stockcar-Challenge

Junge, Junge, soviel Schrott steht sonst in der BILD-Zeitung: Bei der BILD-Total Stockcar-Challenge lässt es Diekmann so richtig krachen, wie sonst beim schlimmsten Beef auf Twitter. Kein Wunder bei dem Line-Up: FJ Wagner in seiner liebsten Rolle als journalistischer Geisterfahrer, Matthias Döpfner als „Evil Knievel“ des deutschen Journalismus und Julia Jäkel sparte sogar an einem Motor und ließ sich stattdessen von den drei übrig gebliebenen Reportern bei Gruner&Jahr schieben. Es war ein aufregendes Rennen, bei der die Führung ständig wechselte. Hervorragend eignete sich die Sendung auch als Werbeplatz für die zahlreichen digitalen Start-Ups des neuen Unternehmens. Jäkel und Wagner krachten frontal zusammen – bei FJ stellte der Hallenarzt später 4,5 Promille im Blut fest. Schließlich gewann Kai Diekmann, weil der einfach nicht verlieren kann.

BILD Total Turmspringen

Kai Diekmann sieht sich sowieso am liebsten ganz oben. Kein Wunder, dass er keine Sekunde zögerte auch das Turmspringen zu übernehmen. Auch hier punktete er nicht nur mit Keine-Haltungs-Noten, sondern auch mit den Gästen: Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor von und zu Guttenberg kennt sich mit dem Thema rapider Fall aus, wie kein zweiter. „Man darf fallen, aber man muss auch wieder aufstehen“, so der einstige BILD-Liebling, während er vor Diekmann herumkriecht. Helene Fischer kann sowieso alles, auch Arschbombe sein. Lothar Matthäus fiel – aber vor allem nur wieder auf, weil er mit einer 16-jährigen Osteuropäerin am Set erschien. Paul Ronzheimer moderierte direkt aus der Sprungbecken-Mitte aus einem Flüchtlingsboot heraus – ganz der Krisen-Reporter, wie man ihn kennt. Schließlich gewann Kai Diekmann, weil der einfach nicht verlieren kann.

Die BILD-Total WOK-WM

Kein WOK mehr auf Print-Journalismus, dafür aber total Bock auf digitalen Bewegtbild-Content. Die BILD-Total WOK WM führt in bester Springer-Manier wieder mal alle aufs Glatteis. Denn ab jetzt ist sie nur noch als BILDplus Inhalt zu empfangen. „Unsere neue Strategie als Premium-Anbieter von digitalen Live-Streams erfordert es, neue Wege zu gehen“, so Silicon Valley-Ikone und deutscher Mark Zuckerberg Kai Diekmann. Die Teilnehmer haben alle ein Ex- vor dem Namen: Ex-Journalisten, Ex-Auslandsreporter, oder Ex-Lokalberichterstatter – also alles Menschen, die der Digital-Weltkonzern P7S1/Springer beim besten Willen nicht mehr braucht. „Unseren Content sourcen wir out und lassen dies von externen Dienstleistern oder Sub-Unternehmen erledigen.“ Kai Diekmann sorgt für einen Höhepunkt mit einem Live-Periscope-Bericht direkt aus der WOK-Schüssel. Ach ja: Schließlich gewann Kai Diekmann, weil der einfach nicht verlieren kann. Sogar die Mannschaftswertung ganz alleine.

Bundesvision Songcontest

Das gab es beim Bundesvision Songcontest – moderiert von Kai Diekmann – noch nie: der Giga-Mega-Superstar Deutschlands – Helene Fischer – tritt für alle 16 Bundesländer an. „Sind wir nicht alle ein bisschen Helene?“, so der Medien-Titan Kai Diekmann. Für jedes der 16 Bundesländer interpretiert sie ihren Giga-Mega-Super-Hit „Atemlos durch die Nacht.“ Für Sachsen singt sie „Ausländerlos durch die Nacht“, für Bremen „Bargeldlos durch die Nacht“ oder für Berlin „Flughafenlos durch die Nacht“. Es war ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Fischer und Fischer. Aber am Ende gewann Kai Diekmann, weil der einfach nicht verlieren kann.

N24 aka Welt: Kai Diekmann-Dokus

Der neue Nachrichtensender Welt im neuen Konzern für moderne digitale Solutions stellt von Hitler- auf Diekmann-Dokus um: Kai’s Frauen, Kai’s Hunde, Kai’s Redakteure. Das Leben des erfolgreichsten Journalisten seit Axel Springer wird in allen seinen Facetten dargestellt. „Ich überlege sogar, ob ich bei Vox mitmache und mir bei „Mieten, kaufen, wohnen“ mal eine Immobilie am Obersalzberg anschaue“, so Diekmann bescheiden wie eh und je. Am Ende gewinnt wie immer Kai Diekmann – sogar beide Weltkriege.

 

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