“Die Noten reichen um wenigstens noch Moderator einer Morning-Show zu werden.”

Mitschnitt_Alf_Frommer

Ich als “Creative-Director und Werbe-Experte” in der SWR3 Morning-Show.

Share

Kreuzberg, du mieses Stück Scheiße.

11200881_10153540922810628_8440840178835699582_n

Ich arbeite jetzt seit 3 Monaten in Kreuzberg. Und meine Bilanz dieser Zeit lautet: Kreuzberg ist der Vorhof zur Hölle, ein urbanes Disneyland. Einerseits ohne Bezug zur Realität andererseits prallen dort Wirklichkeiten zu hart aufeinander. Alles ist zu viel, sogar von zu wenig. Jeden Abend, wenn sich die Straßen mit bierseligen Feier-Druffis aus allen Nationen füllen, bin ich froh diesem Jahrmarkt zu entkommen. Kreuzberg ist eine explosive Mischung geworden aus 80er Jahre Melancholie, 90er Jahre Drogenrausch und dem schlechtesten von heute.

Wenn man im Wrangel-Kiez unterwegs ist, sieht man die Parole überall: „Bizim Bakkal bleibt“, also „Unser Laden bleibt“. 200 Meter daneben ist ein Nahkauf und etwa 300 Meter die Straße runter ein weiterer großer türkischer Gemüseladen. Vom Kaiser’s an der Ecke ganz zu schweigen. Es geht also nicht um Einkaufsmöglichkeiten, sondern grundsätzliches: soll Kreuzberg sich verändern oder nicht. Die Antwort ist klar: der Stadtteil steckt wie jeder andere im Innenstadtbereich im Epizentrum einer rasanten Veränderung. Das lässt sich genau so wenig verdrängen, wie das Modewort Gentrifizierung. Spannend wäre die Frage, was einmal vor dem Gemüseladen in den Räumen war. Und wer damals ging oder gegangen wurde. Das alles ist Spekulation, aber die aggressive Grundstimmung im Kiez ist Realität.

Diese drückte sich zuletzt an dem berühmten Mural an der Cuvry-Brache aus. Vulgär wurde da gegen alles gewettert: Immobilien-Haie, Gentrifizierung, Touristen, Polizei. Leider ohne jeden intelligenten, charmanten oder gar intellektuellen Über- oder Unterbau. Dem Protest fehlt es an Grips oder einem Slogan, der mehr ist als ein verächtlich hingeschmettertes „Fuck you.“ Wer Geld und was in der Birne hat, der kann mit dem Strom der Veränderung mitschwimmen oder gestaltet ihn – teilweise ohne es zu wollen. Dem Protest bleiben dann nur die Abgehängten, von denen es in Kreuzberg überraschenderweise noch jede Menge gibt. Jedenfalls überraschte es mich.

Touristen, die es hier in Heerscharen gibt, werden höchstens geduldet, so wie viele Flüchtlinge vom Staat. Niemand der Alt- und Neulinken im Bezirk würde ein Banner mit der Aufschrift „Tourists Welcome“ vor sich hertragen. Aber Flüchtlinge lieben zumindest Teile der Menschen dort. Es ist diese Schizophrenie der Straße, die diesen Bezirk so unlebenswert macht. Wenn Berlin eine Filter-Bubble ist, weil die Stadt zum Beispiel nicht Deutschland ist, dann ist Kreuzberg die Bubble der Bubble. Hier ist nichts mehr echt. Hier laufen Menschen rum, die jeder auf ihre Weise den Bezug zur Realität verloren haben. Die einen leben ihren Hipster-Traum, der andere kauft Lofts wie andere Gummibärchen und wieder andere Leben im Nebel von Avalon – Drogentechnisch betrachtet. Man sehnt sich fast nach der Fußgängerzone in Uelzen, nur um mal wieder ein paar normale Menschen zu sehen.

Wenn man als normaler Mensch durch die Straßen geht, wirkt alles wie in einem Kriegsgebiet im Waffenstillstand: es kann jederzeit knallen. Viele der Einheimischen sind ab mittags schon blau, bekifft oder sonst wie weggeschossen. Die Party-Touristen auch. So lässt sich die friedliche Koexistenz einigermaßen ertragen. Nur wer es nüchtern ertragen muss, ist nur noch genervt. Man wird blöd angequatscht oder muss mit dem Party-Müll leben. Es erinnert mich an meine Zeit, in der ich auf der Reeperbahn lebte. Nur das war die Reeperbahn. Und kein Kiez, der zum Wohnen da ist oder sein sollte.

Letztens wollte ich einen Kaffee bestellen und musste es auf Englisch machen. Keiner der Bedienungen verstand Deutsch. Nachdem ich meine Kaffee-Bestellung runterratterte schlug mir ein vollkommen ahnungsloses „What?!?“ entgegen. Also alles wieder auf Englisch. Das hätten sich mal die Türken erlauben sollen, die müssen sich ja anpassen und unsere Sprache lernen. Als postmoderner Deutscher mit kosmopolitischem Anspruch redet man aber gerne und oft Englisch. Man ist weltmännisch und nicht piefig. Was die Anekdote sagen soll: man versteht in diesem Stadtteil aneinander immer weniger. Es entstehen Parallelgesellschaften, nicht in der Form, wie AfD oder Teile der CSU sie sehen: die Türken sind zumeist prächtig assimiliert. Nein, es ist diese Melange aus Startup-Culture und „Berlin ist trendy“ Bewohnern, die sich ihr eigenes Universum aus Mikro-Brauereien, Bio-Gedöns und Fairtrade aufgebaut hat. Alles CO2-neutral versteht sich – und vegan bzw. verpackungsfrei. Hier wird nach eigenem Anspruch die Welt gerettet von einer kleinen Elite, die in etwa so viel Gewicht hat wie eine einzelne Ameise.

Kreuzberg ist anstrengend, es ist ein Pulverfass, es ist ein Trauerspiel. Wenn man es als gesellschaftliches Labor der Zukunft betrachtet, mit einer Menge experimenteller Anordnungen, dann vielleicht noch akzeptabel. Oder in Teilen interessant. Es ist ein Rückzugsgefecht. Ein Umbruch ohne erkennbaren Aufbruch. Es ist, ja was eigentlich.

Kreuzberg du bist so Cottbusser Dammed. Aber hier leben? Nein danke.

Share

Liebe Einwanderungspolitik,

wir alle wollen mehr Babys. Leider wurden nur 682.063 im letzten Jahr geboren. Die Geburtenraten kann die Sterberate nicht ausgleichen. Wir haben mehr Tote als Babys. Jedes Jahr werden wir um 200.000 Menschen ärmer.

Wer ist Schuld? Schuld ist unsere Einwanderungspolitik. Einwanderer machen Karriere, Einwanderer haben Hosenanzüge an (Aydan Özoguz), Einwanderer geben ihre Kinder in Kitas, Einwanderer verdienen mehr als Deutsche, Einwanderer gehen in Teilzeit.

Was ist aus unseren Einwanderern geworden? Sie sind Business-Menschen, Power-Frauen, sie trinken Smoothies, sie laufen sich im Fitnesscenter ihr Fett ab, sie sind Chefredakteurinnen, sie sitzen im Aufsichstrat.

Sie sind wie Deutsche.

Sie sind keine Einwanderer mehr. Sie sind nicht in der Nacht dabei, wo ihr Kind Angst hat, vor Nazis und Brandanschlägen. Sie singen ihr Kind nicht in den Schlaf, weil es ja schnell aufstehen müsste, wenn die Flammen kommen.

Politik hat keine Ahnung von Gefühlen. (Angela Merkel)

Es gibt nicht schöneres, als ein Einwanderer-Baby, das schläft, zuzudecken. Es zu küssen und gute Nacht zu sagen. Schließlich brauchen wir davon 200.000 im Jahr.

Herzlichst

Ihr F. J. Wagner

Share

Warum wundert sich Til Schweiger über seine Fans?

Til Schweiger ist neben Helene Fischer der derzeitige Gott des Mainstreams. Kein Wunder, dass Godzilla und King Kong bald im Tatort aufeinanderprallen. Das Ergebnis dürfte ein Hamburg in Schutt und Asche sein. Also Asche in Form von Geld in jedem Fall. Hoffentlich bleibt wenigsten die Elbphilharmonie stehen, die hat doch schon so viel gekostet. Während die eine durch gefühlte Regionalligastadien tourt, kurvt der andere in Regionalliga-Hirnen herum. Schweiger wie Fischer bedienen das „gesunde Volksempfinden“, beide auf ihre Weise. Fischer ist die ehehygienisch saubere Sexbombe, die mit Schlagertexten eine postmoderne, aber eben heile Welt beschwört, in dem noch alles an seinen angestammten Platz ist. Wer braucht da noch Globalisierung, wenn es in unserem Vogtland so schön ist? Niemand.

Und auch die Filme des Schauspielers und Erfolgsproduzenten Schweiger sind nichts anderes, als Schlager in Form modern inszenierter Heimatfilme. Da ist im Grunde alles in Ordnung. Und wenn es mal nicht in Ordnung ist, dann räumt Schweiger – wie in Schutzengel – einfach auf. Schließlich hat er als Patriot und Ex-Elitesoldat in dem Film eben auch gegenüber Deutschland eine Verantwortung. Überhaupt begann die Karriere des Til Schweiger mal als Bundeswehrsoldat in der Lindenstraße. Das hatte damals noch anarchisches Potential, denn in jeder Zeit waren Soldaten noch wahre Parias der Gesellschaft. Heute beschützen die unsere Freiheit am Hindukusch. Danke! Wir können stolz auf unsere Soldaten und unser Land sein. Wer braucht da eigentlich noch Flüchtlinge – am Ende auch noch aus Afghanistan? Eher niemand.

Schließlich muss sich Til Schweiger fragen, ob er nicht auch durch seine privaten Äußerungen genau die Klientel auf seiner Facebook-Seite versammelt hat, die er jetzt medienwirksam zur Hölle schicke will. Das Thema Kindesmissbrauch ist eines der wenigen Schwarz-Weiß Themen unserer Zeit. Hier gibt es entweder nur gut oder nur böse. Wer sich populistisch hinstellt und Dinge sagt wie: „Ich bin der Meinung, dass jemand, der eine Frau vergewaltigt oder eine Sexualstraftat begeht – der hat sein Recht in der Gesellschaft verwirkt.“ Ist ja im Grunde – was die Meinung angeht – vielleicht auch gar nicht viel besser, als jemand, der sagt, dass Flüchtlingen alle weg gehören, weil sie Flüchtlinge sind. Denn die undifferenzierte Betrachtung von Problemen oder Themen, da liegt doch gerade der Hund begraben. Bei den Facebook-Fans von Schweiger und eben bei Schweiger selbst.

Das sollten mal alle bedenken, die ihn jetzt gerade so toll finden. Schweiger ist nicht toll, er hat genau die Fans, die er sich verdient hat. Verwunderlich ist nur, dass er sich darüber verwundert.

Share

8 Initiativen, die wir uns NUR von der CSU wünschen.

Horst Seehofer und seine Powertruppe von der CSU (Christlich Sozialer Unsinn) eilen in der Koalition von Erfolg zu Erfolg. Nachdem die EU schon die Maut verhinderte (Alexander Dobrindt: „Mein Lieblingsfilm ist ’Harald und Maut’) wurde jetzt auch das Betreuungsgeld vom Bundesverfassungsgericht kassiert. Apropos kassiert, so meinte doch der CSU-Chef enttäuscht nach der Entscheidung: „Schade, mit dem Betreuungsgeld hätten junge Familien die Maut bezahlen können.“ Dieser finanzpolitische, geniale Schachzug konnte nun leider nicht verwirklicht werden. Das findet Alexander Dobrindt in seinem großkarierten Maßanzug „ziemlich kleinkariert.“

Weil es gerade so gut läuft mit der Kernkompetenz verfassungswidrige Gesetze, wünschen wir uns von der CSU die Verwirklichung folgender Vorhaben:

Vorratsdatenspeicherung einführen

VDS ist ein äußerst wirksames Instrument der Verbrechensbekämpfung, mit dem man in Deutschland schon Null Straftaten aufklären konnte. „Daher spricht alles für die Einführung von VDS, um Straftaten zu verhindern“, so die CSU. Logisch. Logisch auch, dass nur die CSU in der Lage ist, eine verfassungskonforme Fassung der VDS vorzulegen. „Ich habe mir über Amazon mal eine Ausgabe des Grundgesetzes bestellt und bin überrascht, was da alles drin steht“, so Markus Söder, „da geht es scheinbar auch im Bürgerrechte.“ Interessant.

Tegel schließen

„Äh, äh, äh.“ (Stoiber) Während der Transrapid vom Münchener Hauptbahnhof zum Flughafen Franz-Josef Strauß schon seit 10 Jahren in 10 Minuten zwischen den beiden Endstellen pendelt, werden wir in Berlin noch einige Jahre auf den neuen Großflughafen warten müssen. Ein Grund mehr, den alten überlasteten Tegel-Airport endlich zu schließen. Denn Helikopter-Eltern, die das Betreuungsgeld nutzen, würden eh lieber Tempelhof anfliegen, um schneller bei ihren Lofts im Innenstadtbereich zu sein.

Homo-Ehe verbieten

Nur Söder ist öder: Ein echtes bayrisches Mannsbild liebt Frauen, also Weiber und nicht diese Feministinnen, die sich nicht die Achseln rasieren. Basta. Und heiraten dürfen fortan sowieso nur noch CSU-Mitglieder. Die Ehe ist eine Institution, wie die absolute Mehrheit der CSU in Bayern. Nur noch mal als Info: CSD und CSU haben nichts miteinander zu tun. Aber gar nichts. Das eine sind „Christlich-Soziale Deppen“ und das andere die „Christopher Street Union“. Natürlich träumen CSUler vom Darkroom, weil da alles schwarz ist, aber trotzdem sollte niemand die rosarote Brille aufhaben.

Atomeinstieg

Windenergie kommt aus dem Norden (arm und rot) in den Süden (reich und schwarz). Und die hässlichen Stromtrassen machen uns unser schönes Sissi-Bayern kaputt. Aber nicht mit uns: die CSU wird wieder auf Atom und Kohle setzen. „Die Atomkraft ist sicher“, sagt Markus Söder mit dem rechten seiner beiden Köpfe. „Und am sichersten ist ein Atom-Endlager außerhalb Bayerns“, legt Seehofer nach. Auch die Kohle soll nicht in Bayern abgebaut werden. „In der Lausitz gibt es noch genug Dörfer, die Vattenfall platt machen kann“, so Söder mit dem linken seiner beiden Köpfe, der bedenklich hustet.

Le Floid zum Regierungssprecher machen

Harmlos, harmloser, Le Floid. Der Fahrradfahrer von YouTube (nach oben buckeln, nach unten treten) eignet sich hervorragend als Regierungssprecher. Mit Beschimpfungen im Internet kennt er sich schon sehr gut aus und den Tilo Jung kennt er auch, wenn sie sich in der Bundespressekonferenz treffen und plauschen. Und nicht zuletzt: Merkel hat ihn sich schon handzahm gemacht, da wird sich doch auch der Dobrindt (eventuell) gegen ihn durchsetzen können

Mietpreisbremse für Wildbad Kreuth

Die CSU ist eigentlich strickt gegen die Mietpreisbremse, als kommunistisches Werkzeug, um Immobilienbesitzer zu enteignen. „Das regelt der Markt“, so das Mantra der neuen sozialen Marktwirtschaftler in der Koalition. Jetzt aber, wo sich die CSU selbst die Miete nicht mehr leisten kann und weggentrifiziert wurde, möchte die CSU wenigstens für das Tagungszentrum Wildbad Kreuth eine Mietpreisbremse einführen. „Wo sollen wir denn sonst nach all den Jahren hin? Nach Berlin-Neukölln?“, meint so ratlos wie eh und je Generalsekretär und Guttenberg-Mindestklon Scheuer. Das Berghain in Berlin böte sich an, schließlich sind die es ja gewöhnt, dass man in ihren Räumlichkeiten so lärmt, wie bei der CSU im Bierzelt. „Wir müssen nur am Türsteher vorbeikommen“, so Scheuer. „Und das wird schwer, ich bin noch nie reingekommen.“

Asylgesetze verschärfen

Das Boot ist voll. Voller als voll. So voll, wie ein durchschnittlicher CSU-Politiker auf dem Oktoberfest (aka bayrisches Traditionsgut). „Di soaln oast ma doitsch lerna“, so vollkommen unverständlich Markus Söder. Unsere völlig überalterte Gesellschaft mit permanentem Fachkräftemangel braucht keine jungen, motivierten Einwanderer. „Bayern ist zwar ein Wanderungsland, aber kein Einwanderungsland“, unterstreicht Seehofer. „Wir erklären alle Länder außer Bremen zu sicheren Drittländern, wer aus der rot-grünen Vorhölle der Hansestadt entkommen ist, kann hier bleiben. Für den Rest heißt es: Servus!“

Guttenberg in die Politik zurückholen

Er war die Lichtgestalt der deutschen Politik, Kai Diekmann-Buddy und Brieffreund von FJ Wagner. Wegen einer marginalen Schummelei bei der Doktorarbeit, wurde er zur Bundeskanzlerin zitiert und musste – „Gegen den Willen des Volkes“ (BILD) – zurücktreten. Trotz wahnsinnig talentierter Nachwuchspolitiker wie Alexander Dobrindt, Markus Söder oder den Minions, wünscht sich Seehofer (warum auch immer) eine Rückkehr von Guttenberg. „Wir haben einen Guttenberg Arbeit vor uns, um unsere erfolgreiche Politik weiter fortsetzen zu können“, sagt Seehofer mit Überzeugung.

 

Share

#NetzFragtPutin

Russlands Präsident Wladimir Putin – unter Freunden auch das Kreml-Monster genannt – war vom knallharten Le Floid Interview so begeistert, dass er auf gängige Stichwortgeber aus dem russischen TV verzichtete und den YouTube-Star nach Moskau einlud. Hier traf man sich mit Blick auf den roten Platz, auf dem gerade einige Demonstranten verprügelt wurden. Die Fenster waren sauber – “lupenreine Demokratie” stellte Floriam Mundt anerkennend fest. Auf den Mundt gefallen war dann auch später Putin nicht, als sie 30 Minuten plauderten – eine halbe Stunde so politisch wie Bibi Beauty-Tipps.

Wir hören mal rein in die wichtigsten Passagen:

Le Floid: „Herr Putin, ganz zu Anfang: was verstehen Sie unter gut leben?“

Putin: „Ich mag es mit nacktem Oberkörper auf Bären zu reiten und Lachse mit der Hand zu fangen und roh zu essen – andere haben andere Interessen, aber das sind meine.”

Le Floid: „Hört sich nach einem verdammt guten LSD-Trip an.“

Putin: „Ich brauche keine Drogen, um durchgeknallt zu sein. Kiffen Sie?“

Le Floid: „Nein, habe ich aber auch schon der Bundeskanzlerin gesagt.”

Putin: „Alkohol?“

Le Floid: „Mal ein Gläschen unter Freunden…“

Putin: „Könnten Sie sich vorstellen Werbung für Wodka zu machen?”

Le Floid: „Absolut.“

Putin: „Quatsch, Russkij Standard.“

Le Floid: „Herr Putin, als ich sie anrufen wollte, war ihr Telefon besetzt – wie die Ukraine von russischen Truppen?“

Putin: „Mein Telefon ist wie die Ukraine nicht von russischen Truppen besetzt, dass sind Freiwillige, verstehen Sie.“

Le Floid: „Absolut.“

Putin: „Das sind alles Erfindungen der westlichen Lügenprässe. Die Krim gehörte schon seit Jahrtausenden zu Russland und ist in den Schoss des Mütterchens zurückgekehrt.“

Le Floid: „Sicher, sicher. Anderes Thema: Mein Kumpel Oli – übrigens nicht mit Nachnamen ‚Garch’, meinte, dass sie ganz gut am Gasgeschäft mitverdienen.“

Putin: „Gas? Haben Sie schon mal einen eigenen Furz mit dem Feuerzeug angezündet.“

Le Floid: „Absolut.“

Putin: „Und wie war das?“

Le Floid: „Lustig, habe danach angefangen Videos für YouTube zu drehen und habe das Witze-Niveau locker gehalten. Sind Sie eigentlich für einen Scherz zu haben?

Putin: „Immer, der letzte endete als Google Hangout.“

Le Floid: „Wie das?”

Putin: „Der Scherzkeks, der sich über mich lustig machte, endete als GooglePlus Video, in dem er gehängt wurde.“

Le Floid: „Gibt es nicht!“

Putin: „Doch GooglePlus gibt es.“

Le Floid: „Was viele im Netz wissen wollten, Herr Putin, warum stehen Sie der Homo-Ehe so kritisch gegenüber?“

Putin: „Homosexualität ist eine Krankheit, die man mit Elektroschocks oder mit mindestens 5 Jahren Gefängnis heilen kann, können Sie mir folgen?“

Le Floid: „Absolut.“

Putin: „Arbeitslager wäre auch möglich. Für uns gibt es nur eine Ehe zwischen Mann und Frau, verstehen Sie.“

Le Floid: „Sicher.“

Putin: „Sie wären ja auch nicht da und könnten halbgare Scherze auf YouTube machen, wenn sie nicht das Ergebnis einer Ehe wären.“

Le Floid: „One-Night-Stand.“

Putin: „Den One-Night-Stand der Ehe kenne ich nicht.“

Le Floid: „Ach, ist auch nicht so wichtig. Kommen wir zu Menschenrechten.“

Putin: „Was?“

Le Floid: „Na so was wie freie Meinungsäußerung. Also auf Twitter oder Facebook schreiben oder kommentieren, was man will.“

Putin: „Dafür habe ich meine Leute.“

Le Floid: „Für was?“

Putin: „Kommentare im Internet.“

Le Floid: „Das find ich aber Troll!“

Putin: „Apropos Twitter.“

Le Floid: „Ja, bitte?!“

Putin: „Können Sie mir folgen?“

Le Floid: „Absolut.“

Und nächste Woche bei Le Floid: #NetzFragtKim

Le Floid: “Ihre Antworten kommen ja wie aus einem Maschinengewehr geschossen, großer geliebter Führer.”

Kim: “Flugabwehrgeschütz – schätze ich in letzter Zeit mehr.”

Le Floid: “Absolut.”

Kim: “Wie meine Herrschaft.”

Share

Im Kaifischbecken.

Die Fusion der beiden quietschfidelen Digital-Konzerne P7S1 und Axel-Springer steht kurz bevor. Gerade für die Sendergruppe könnte der Deal von Vorteil sein. Denn nach dem Abgang der notorischen Rampensau Stefan Raab, braucht der Sender händeringend ein neues Gesicht. Und wer könnte da besser passen als Kai Diekmann – das Alphatier unserer Always-in-Beta-Epoche?

Wir haben in die nähere Zukunft geschaut und uns angesehen, wie Kai Diekmann die Löcher füllen kann (kann er natürlich nach objektiver Selbsteinschätzung), die der Entertainer Raab hinterlassen hat. Hier nun ein Ausblick auf kommende Formate:

Schlag den Kai

Kaum verkündete Pro7 die Fortsetzung des Erfolgsformats mit Kai Diekmann, hagelte es schon Bewerbungen. Insbesondere Christian Wulff wollte unbedingt gegen ihn antreten. Wulff: „Schließlich könnte ich mir von den 500.000€ ein noch hässlicheres Haus in Großburgwedel kaufen.“ Beim Spiel „Blamieren & Kassieren“ war Wulff wahrlich unschlagbar – kein Wunder, bei der Routine. „Mensch ärgere dich nicht“ ging dagegen an Diekmann, der menschlichen Goretex-Jacke, an der alles abperlt. Die Punkte bei „Stimmt’s?“ holte wiederum Christian Wulff – schließlich weiß man als BILD-Chefredakteur irgendwann wirklich nicht mehr, was stimmt oder eben nicht. Denn das Boulevard-Blatt hat ja seit Jahrzehnten seine eigene Realität. Die Autorennen ging alle an Diekmann, Wulff war die letzten Jahren einfach nicht mehr selbst gefahren. Schließlich gewann morgens um 3:22 Uhr Kai Diekmann, weil der einfach nicht verlieren kann. Als Side-Kick-Moderator fungiert übrigens der Bewegtbild-Reporter und Diekmann-Mindestklon Paul Ronzheimer, der sonst aus Krisengebieten wie der BILD-Redaktion berichtet.

Die BILD-Total Stockcar-Challenge

Junge, Junge, soviel Schrott steht sonst in der BILD-Zeitung: Bei der BILD-Total Stockcar-Challenge lässt es Diekmann so richtig krachen, wie sonst beim schlimmsten Beef auf Twitter. Kein Wunder bei dem Line-Up: FJ Wagner in seiner liebsten Rolle als journalistischer Geisterfahrer, Matthias Döpfner als „Evil Knievel“ des deutschen Journalismus und Julia Jäkel sparte sogar an einem Motor und ließ sich stattdessen von den drei übrig gebliebenen Reportern bei Gruner&Jahr schieben. Es war ein aufregendes Rennen, bei der die Führung ständig wechselte. Hervorragend eignete sich die Sendung auch als Werbeplatz für die zahlreichen digitalen Start-Ups des neuen Unternehmens. Jäkel und Wagner krachten frontal zusammen – bei FJ stellte der Hallenarzt später 4,5 Promille im Blut fest. Schließlich gewann Kai Diekmann, weil der einfach nicht verlieren kann.

BILD Total Turmspringen

Kai Diekmann sieht sich sowieso am liebsten ganz oben. Kein Wunder, dass er keine Sekunde zögerte auch das Turmspringen zu übernehmen. Auch hier punktete er nicht nur mit Keine-Haltungs-Noten, sondern auch mit den Gästen: Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor von und zu Guttenberg kennt sich mit dem Thema rapider Fall aus, wie kein zweiter. „Man darf fallen, aber man muss auch wieder aufstehen“, so der einstige BILD-Liebling, während er vor Diekmann herumkriecht. Helene Fischer kann sowieso alles, auch Arschbombe sein. Lothar Matthäus fiel – aber vor allem nur wieder auf, weil er mit einer 16-jährigen Osteuropäerin am Set erschien. Paul Ronzheimer moderierte direkt aus der Sprungbecken-Mitte aus einem Flüchtlingsboot heraus – ganz der Krisen-Reporter, wie man ihn kennt. Schließlich gewann Kai Diekmann, weil der einfach nicht verlieren kann.

Die BILD-Total WOK-WM

Kein WOK mehr auf Print-Journalismus, dafür aber total Bock auf digitalen Bewegtbild-Content. Die BILD-Total WOK WM führt in bester Springer-Manier wieder mal alle aufs Glatteis. Denn ab jetzt ist sie nur noch als BILDplus Inhalt zu empfangen. „Unsere neue Strategie als Premium-Anbieter von digitalen Live-Streams erfordert es, neue Wege zu gehen“, so Silicon Valley-Ikone und deutscher Mark Zuckerberg Kai Diekmann. Die Teilnehmer haben alle ein Ex- vor dem Namen: Ex-Journalisten, Ex-Auslandsreporter, oder Ex-Lokalberichterstatter – also alles Menschen, die der Digital-Weltkonzern P7S1/Springer beim besten Willen nicht mehr braucht. „Unseren Content sourcen wir out und lassen dies von externen Dienstleistern oder Sub-Unternehmen erledigen.“ Kai Diekmann sorgt für einen Höhepunkt mit einem Live-Periscope-Bericht direkt aus der WOK-Schüssel. Ach ja: Schließlich gewann Kai Diekmann, weil der einfach nicht verlieren kann. Sogar die Mannschaftswertung ganz alleine.

Bundesvision Songcontest

Das gab es beim Bundesvision Songcontest – moderiert von Kai Diekmann – noch nie: der Giga-Mega-Superstar Deutschlands – Helene Fischer – tritt für alle 16 Bundesländer an. „Sind wir nicht alle ein bisschen Helene?“, so der Medien-Titan Kai Diekmann. Für jedes der 16 Bundesländer interpretiert sie ihren Giga-Mega-Super-Hit „Atemlos durch die Nacht.“ Für Sachsen singt sie „Ausländerlos durch die Nacht“, für Bremen „Bargeldlos durch die Nacht“ oder für Berlin „Flughafenlos durch die Nacht“. Es war ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Fischer und Fischer. Aber am Ende gewann Kai Diekmann, weil der einfach nicht verlieren kann.

N24 aka Welt: Kai Diekmann-Dokus

Der neue Nachrichtensender Welt im neuen Konzern für moderne digitale Solutions stellt von Hitler- auf Diekmann-Dokus um: Kai’s Frauen, Kai’s Hunde, Kai’s Redakteure. Das Leben des erfolgreichsten Journalisten seit Axel Springer wird in allen seinen Facetten dargestellt. „Ich überlege sogar, ob ich bei Vox mitmache und mir bei „Mieten, kaufen, wohnen“ mal eine Immobilie am Obersalzberg anschaue“, so Diekmann bescheiden wie eh und je. Am Ende gewinnt wie immer Kai Diekmann – sogar beide Weltkriege.

 

Share